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Hilfe bei der Berufsfindung : Bundesfreiwilligendienst: Premiere bei der Awo

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Schulabgängerin erhält Einblicke in die Arbeitsfelder des Ortsverbands Gettorf

von
erstellt am 08.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Es gibt ihn schon seit drei Jahren – die Arbeiterwohlfahrt Gettorf und Umgebung (Awo) macht aber erst jetzt Gebrauch vom Bundesfreiwilligendienst (BFD). Sina Hohensee aus Gettorf ist die erste, die ein Jahr bei den Angeboten für Kinder und Senioren als Unterstützung der Mitarbeiter zum Einsatz kommen wird.

„Ich hatte keine Lust mehr, zur Schule zu gehen“, sagt die 18-Jährige, die ihre Fachhochschulreife mit Beginn der Sommerferien in der Tasche hatte. Im nächsten Jahr möchte sie in Kiel Sozialpädagogik studieren und bis dahin praktische Erfahrung sammeln. Gelegenheit dazu hatte sie in den ersten Tagen als BFD-lerin bereits bei der Ferienbetreuung, die die Awo anbietet. „Ich passe auf die Kinder auf, vermittele für ein friedliches Zusammenleben zwischen ihnen und trage so dazu bei, dass alle Kinder Spaß haben“, erklärt Hohensee. Das sei wichtig in den Ferien. Schon in ihrer aktiven Zeit in der Turnabteilung des Gettorfer TV leitete sie jüngere Turner an, machte sogar den Trainer-Assistenten-Schein. Dabei entwickelte sich auch ihr Berufswunsch.

Das Leben bestehe jedoch nicht nur aus Ferienstimmung, sondern auch aus Not und Leid, merkt der Awo-Ortsvereinsvorsitzende Wulf-Dieter Stark-Wulf an. Schüler wie Sina Hohensee hätten vielleicht einen Berufswunsch und ideale Vorstellungen, die sie unter Umständen in einem Praktikum bestätigt fänden. „Nach einem Jahr in dem jeweiligen Bereich weiß man aber wirklich, ob der Beruf was für einen ist“, sagt Stark-Wulf, der den Einsatz der jungen Gettorferin lobend hervorhebt. Gern unterstütze die Awo junge Menschen, ihren Weg ins Berufsleben zu finden. Bei 400 Euro Lohn im Monat sei der Bundesfreiwilligendienst kein Job um an Geld reich zu werden, fügt Katrin Mates, Geschäftsführerin der Awo, hinzu. „Aber an Erfahrung“, sagt Mates weiter. Hohensee lerne das pädagogische Verständnis der Awo-Mitarbeiter, die Herangehensweise an Situationen und Menschen kennen und sei ein Teil des Teams. Gern werde man auch im nächsten Jahr einem weiteren jungen Menschen diese Option eröffnen. Bewerbungen sind ab Februar 2015 möglich.

Der Bundesfreiwilligendienst wurde als Initiative zur freiwilligen, gemeinnützigen und unentgeltlichen Arbeit in Deutschland im Anschluss an die Aussetzung der Wehrpflicht und des damit verbundenen Zivildienstes eingeführt. Die bis dahin im mobilen sozialen Hilfsdienst der Awo in Gettorf beschäftigten Zivis wurden von Angestellten abgelöst.

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