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Eckernförder Zeitung

24. August 2017 | 09:08 Uhr

Norla : Bulliger Beginn auf der Messe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Landestierschau steht dieses Jahr im Mittelpunkt der Landwirtschaftsmesse. Die große Landwirtschafts- und Verbrauchermesse präsentiert Tiere, Technik und Genuss. Neu ist das „Baumschulland plus“.

Ein Prachtkerl, dieser „Hidalgo“. Drei Jahre alt und schon Vater von vielversprechendem Nachwuchs. Mit dem mächtigen Limousin-Bullen aus Bargen ließen sich gestern vormittag die Vertreter der Norla ablichten. Denn am Donnerstag ist es wieder so weit: Dann präsentiert die große Landwirtschafts- und Verbrauchermesse Tiere, Technik und Genuss.

„Optimistisch“ sind die Verantwortlichen gestimmt, so Stephan Gersteuer, Messe-Geschäftsführer und Generalsekretär des Bauernverbandes. Für die vier Tage wurde wieder ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Anziehungpunkte sind unter anderem die großen und modernen Landmaschinen, die Kochdemonstrationen am Stand von „Schleswig-Holstein is(s)t lecker“, der Bauernmarkt mit Produkten aus dem Lande und etliche Mitmach-Aktionen auch für Kinder. Erstmals dabei auch „Baumschulland plus“. Auf der Sonderschau der Landwirtschaftskammer geht es unter anderem um Gartenthemen und Ausbildung zu Grünen Berufen.

Ein Höhepunkt wird die alle zwei Jahre statt findende Landestierschau sein. „Wir wollen Tierzucht in der Realität zeigen“, betonte Dr. Heiner Kahle. Er vertritt die Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Tierzüchter. Diese hat unter anderem das Schweinemobil zur Norla geholt. Die Ferkel schlafen hier nicht auf Stroh, sondern auf dem üblichen Spaltboden. Aber: „Hier können Sie mit den Fachleuten und Züchtern reden“, wirbt Stephan Gersteuer für einen sachlichen Dialog zur Tierhaltung.

Tiere werden auch in Aktion zu sehen sein – beispielsweise auf der täglichen Parade am Nachmittag im Vorführring. Holsteiner Pferde, Schafe und Fleischrinder werden sich zudem den Zuchtrichtern stellen. Geflügel und Kaninchen, Bienen und Fische werden zu sehen sein, außerdem die Dartmoorponies aus der Zucht von Volker und Sabrina Rohwedder.

„Es sind sehr zuverlässige, ehrliche und ehrgeizige Ponies“, schildert die Züchterin die Vorteile der kleinen Tiere. „Aber sie können auch große Menschen tragen“, ergänzt Volker Rohwedder. Denn in England wurden die Ponies einst als Lastenträger eingesetzt. Heute werden sie vor allem von Kindern geritten oder kutschiert – und diese befinden sich damit in königlicher Gesellschaft. „Die englischen Königskinder haben auf Dartmoorponies reiten gelernt“, wissen die Gestütbetreiber aus Gnutz.

Jede Zucht hat ihre eigenen Ziele. Rinder wie „Hidalgo“ sollen Fleisch liefern. Von Jan Bielfeldt aus Bargen und Frank Rahn aus Tielen kommen die „Limousin vom Eiderland“. Sie halten vierzig Herdbuchkühe, „die aus unseren besten Kuhfamilien stammen.“ Die Tiere sind sehr schnell zahm und meist ruhig und ausgeglichen. So war es denn auch möglich, dass „Hidalgo“ quasi lammfromm den Auftrieb der Pressevertreter über sich ergehen ließ.

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erstellt am 04.Sep.2013 | 06:23 Uhr

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