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Eckernförder Zeitung

18. November 2017 | 18:57 Uhr

Kult-Auto : Bulli-Parade auf dem Campingplatz

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

14.Treffen von Liebhabern des Kultfahrzeuges in Hemmelmark / Das nasse Wetter hielt viele Teilnehmer von der Ausfahrt ab

Sie alle verbindet das VW-Bus-Gen, aber VW-Bus ist nicht gleich VW-Bus – Vielfalt ist angesagt beim Bullitreffen auf dem Campingplatz Hemmelmark. Fahrzeuge der Baureihen T2 oder T3, lackiert, frisiert oder original belassen, für viele der Teilnehmer hat das Fahrzeug längst Kultcharakter erreicht. Jedes Jahr zu Pfingsten treffen sich Bullifahrer auf dem Campingplatz mit anschließender Ausfahrt am Pfingstsonntag. Auch in diesem Jahr waren viele dem Ruf der „Schraubergrufties“ gefolgt. Das Treffen hat sich in den letzten 14 Jahren so etabliert, dass viele auch aus anderen Regionen kommen. „Wir haben auch Gäste aus Braunschweig dabei“, sagte Stephan Peik von den „Schraubergrufties“.

Für viele der Teilnehmer ist der unverwüstliche Bulli mehr als ein Auto. So auch für den Hamburger Stammtisch, der seit zwölf Jahren nach Hemmelmark kommt und aus etwa 35 Teilnehmern besteht. „Bullifahren ist ein Lebensgefühl“, sagte Matthias Fricke. Er selber fährt mittlerweile seinen dritten T3. „Damals habe ich nach einem Wagen gesucht, um Kulissen zu transportieren. Dann hat mich das Fieber gepackt“, so Fricke. Für seinen weißen T3 ist er 650 Kilometer gefahren. „Dafür habe ich aber jetzt ein Sahnestück gefunden“, freute er sich. Der 87er Bulli hat kein Rost angesetzt und auch sonst noch nie Probleme gemacht.

„Natürlich ist ein Bulli wartungsintensiver als ein modernes Auto. Das ist aber der Charakter des Autos und macht den Bulli so sympathisch“, sagte Stephan Peik. Das Bullifieber greift jedes Jahr auf dem Campingplatz um sich. „Wir freuen uns immer, wenn so viele durch unser Tor kommen“, sagte Irena Kasan vom Campingplatz. In diesem Jahr fiel die traditionelle Ausfahrt am Pfingstsonntag jedoch kleiner aus als sonst. „Viele sind wegen dem Wetter schon gestern oder heute morgen gefahren“, bedauerte Kasan. So waren nur etwa zehn Bullis zu der Ausfahrt gestartet.

Auch einige seltene Exemplare fanden den Weg nach Hemmelmark. So präsentierte Thomas Wolff stolz seinen Camper. „Vor zwei Jahren habe ich den in Cuxhaven gefunden“, erzählte er. Besonders bei dem Modell kommt es nicht auf die Geschwindigkeit an. „Bei mir beginnt der Urlaub, sobald ich am Steuer sitze“, sagte Wolff. Während einige der Fahrer ihren Bulli möglichst im Originalzustand erhalten wollen, ist Udo Spohler einen ganz anderen Weg gegangen. Er hat sich damals einen Bulli für etwa 150 Euro gekauft und diesen komplett auseinander genommen. „Der hat jetzt einen Audi A6 Motor mit 174 PS, eine neue Bremsanlage und wurde zu einem Abschlepper umgebaut“, berichtet der Schrauber. Alleine die Heckstoßstange bestehe aus sieben zusammengeschweißten Stoßstangen. „Ich brauchte damals einen neuen Abschlepper für meine Werkstatt und habe so das Nützliche mit dem Schönen verbunden“. Das Ergebnis ist ein absoluter Hingucker, in den sehr viel Zeit und noch mehr Geld investiert wurde.

Im nächsten Jahr feiert der Treff sein 15-Jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass haben die „Schraubergrufties“ einiges geplant. „Das wollen wir aber noch nicht verraten. Nur so viel: Es wird sich nicht nur auf das schöne Wochenende beschränken“, sagte Stephan Peik.

 


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