Buhnen für den Fischleger Strand

Nicklas Dorn (hinten) und Udo Stegemann (vorne) weisen Baggerführer und Rammprofi Michael Boyken beim setzen der Palisaden ein.
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Nicklas Dorn (hinten) und Udo Stegemann (vorne) weisen Baggerführer und Rammprofi Michael Boyken beim setzen der Palisaden ein.

Gemeinde Damp investiert 270.000 Euro in Palisadenbuhnenbau / Auflage: Drei Jahre lang Monitoring

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24. April 2020, 13:32 Uhr

Damp | Zwischen 400 und 750 Kilogramm wiegen die Eukalyptusholz-Palisaden jeweils, die bis Ende dieser Woche am Fischleger Strand gerammt wurden. Im Normalfall ragen sie 50 Zentimeter über die Wasseroberfläche und rund 35 Meter weit in die Ostsee. Sie sollen dafür sorgen, dass mit der küstenparallelen Strömung der mitgeführte Sand sich am Fischleger Strand ablagert.

Rund 270.000 Euro investiert die Gemeinde Damp in die Attraktivitätssteigerung des Strandes durch den Bau von fünf Holzpalisadenbuhnen, die die Fachfirma Reuse aus Brunsbüttel einbaut. Dabei werden drei alte Steinbuhnen, die über die Jahre zerstört wurden, ersetzt und erweitert sowie zwei zusätzliche Buhnen in Richtung Ostseebad Damp neu installiert. Die Arbeiten hatten schon im Februar begonnen, ihr Abschluss verzögerte sich aber, da etliche Eukalyptuspfähle nachgeliefert werden mussten. „Wir mussten feststellen, dass der Boden doch sehr weich war, sodass wir längere Pfähle benötigten“, berichtet Bürgermeisterin Barbara Feyock.

Insgesamt werden 599 Eukalyptuspfähle mit Längen zwischen vier und sechs Metern verwendet sowie 100 Lärchenpfähle. Die Nadelholzpfähle werden im Bereich des Strandes eingebaut, da sie im dauernden Wassereinsatz der Ostsee zu anfällig für Muscheln sind. Die nun nicht verwendeten zu kurzen Pfähle kann die Gemeinde wieder zurückgeben, beziehungsweise, sie werden an eine andere Baustelle weiterverkauft, so Feyock.

Mit dem Fortgang der Arbeiten ist Michael Boyken zufrieden. Seit 20 Jahren ist er bei der Firma Reuse der Mann fürs Rammen der Pfähle. Mit seinen Bagger, der auf einer fahrbaren Plattform mit Ketten aufgesetzt ist, bringt er die Pfähle an den richtigen Platz. Seine Mitarbeiter Nicklas Dorn und Udo Stegemann sorgen dafür, dass die Palisaden in Flucht ausgerichtet sind. Bis zu einer Wassertiefe von über drei Metern können sie rammen. Problematisch sei nur zu hohe Brandung, dann würden die Pfähle nur schwer auszurichten sein. Daher mussten sie auch in dieser Woche ein paar Tage aussetzen. Gestern wurden die letzten Pfähle eingebracht, Anfang der Woche werden die Buhnenköpfe mit einer reflektierenden Folie überzogen, damit sie leichter zu sehen sind. Zudem werden die Palisadenoberseiten einheitlich auf Höhe gesägt, erklärt der Fachmann.

Die Gemeinde wird zur Erhöhung der Sicherheit bei Hochwasser am Ufer auf Höhe der Buhnen Hinweistafeln auf diese aufstellen. Um die Auswirkungen des Baus zu beobachten, hat die Gemeinde von der Genehmigungsbehörde die Auflage erhalten, drei Jahre lang ein Monitoring vorzunehmen. Dabei werde geschaut, ob es Auswirkungen im Verlauf der Küste in Richtung Booknis (Waabs) gebe, so Feyock. „Wir sind froh, dass wir die Maßnahme mit zwei zusätzlichen Buhnen in Richtung Ostseebad genehmigt bekamen“, macht Feyock deutlich.

Nachdem am Fischleger Strand 1000 Kubikmeter und im Bereich des nördlich gelegenen Hundestrandes 2000 Kubikmeter Sandaushub aus dem Damper Yachthafen ausgebracht wurden, hofft man nun nur noch auf die Lockerungen der Beschränkungen für den Tourismus. Vermutlich noch im Herbst werde es eine weitere Sandaufschüttung mit Material aus Aschau geben, berichtet die Bürgermeisterin.

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