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Auszeichnung für Heinz Stegelmann : Bürgerpreis für vielfältiges Engagement

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Freie Wählergemeinschaft zeichnet Heinz Stegelmann mit Lindauer Bürgerpreis aus / Revensdorfer übernahm im Ruhestand viele Ehrenämter

Gettorf | Der 67-jährige Heinz Stegelmann, von seinen Mitbürgern liebevoll „Heinzi“ genannt, ist eine Institution in Revensdorf. Seine freundliche Art, sein Interesse an seinen Mitmenschen und der Einsatz für sie werden hier sehr geschätzt. In dieser Woche wurde er für sein vielfältiges Engagement von der Freien Wählergemeinschaft Lindau (FWGL) mit dem Lindauer Bürgerpreis der FWGL geehrt.

In Revensdorf wurde er geboren. Hier ist er aufgewachsen, zur Schule gegangen. An seine Grundschullehrerin Hannelore Kreuzmann erinnert er sich noch heute gern. Seine Mutter hatte einen kleinen Lebensmittelladen. Sein Vater betrieb eine Gärtnerei. Der väterliche Familienbetrieb wird inzwischen von seinem Neffen geführt. Drei Jahre war er zum Studium der Nachrichtentechnik in Hessen und die ersten vier Ehejahre verbrachte er in Neudorf. Ansonsten hat er immer in Revensdorf gelebt.

Obwohl er beruflich einen ganz anderen Weg als sein Bruder einschlug, hat er noch eine Menge Gärtner-Gene in sich. Auf die Frage nach seinen Hobbys muss er nicht lange überlegen. „Mein Garten.“ Hier baut er Gemüse an: Bärlauch, Bohnen, Erbsen, Wurzeln, Zwiebeln, Erdbeeren, Kohlrabi. Zurzeit kommen gerade die ersten Spargelköpfe aus dem Boden. Seine Frau, die Vegetarierin ist und Wert auf gesunde Ernährung legt, verarbeitet das Gemüse. Klassische Arbeitsteilung.

Als ihm sein Arbeitgeber – die Deutsche Telekom - vor etwa zehn Jahren vor die Wahl stellte, entweder eine Führungsposition in Hamburg zu übernehmen oder in den Vorruhestand zu gehen, entschied er sich gegen das Pendeln nach Hamburg. Seitdem hat er viel Zeit für seine zahlreichen Ehrenämter und die Familie.

Heinz Stegelmann engagiert sich im Besuchskreis der Kirchengemeinde Gettorf. Zu hohen Geburtstagen besucht er insbesondere Revensdorfer, aber auch Gettorfer Gemeindeglieder. Zu vielen hat sich inzwischen ein gutes Vertrauensverhältnis entwickelt.

In seinem Carport befindet sich eine kleine Außenstelle der Gettorfer Awo-Fahrradwerkstatt. Hier repariert er Fahrräder für Flüchtlinge, die Bürger zur Verfügung gestellt haben. Anfangs reparierte er die Fahrräder für die Flüchtlinge, später mit ihnen gemeinsam. Zurzeit herrscht in seiner kleinen Werkstatt ein wenig Flaute, denn von den ursprünglich 42 Flüchtlingen in der Revensdorfer Sammelunterkunft leben jetzt nur noch acht junge Männer aus Syrien hier. Regelmäßig trifft er sich mit dem Gettorfer „Fahrrad-Schrauber-Team“ zum Erfahrungsaustausch.

Stegelmann war Vorstandsmitglied in der Gilde, in der Freiwilligen Feuerwehr 23 Jahre Schriftwart. Heute ist er Ehrenmitglied.

Als die Gemeinde Lindau im Jahr 2003 anlässlich ihres 75. Geburtstages eine Chronik herausgab, schrieb er das Kapitel Feuerwehr Revensdorf. 2013 feierte die Revensdorfer Feuerwehr ihren 100. Geburtstag. Heinz Stegelmann gehörte zum Redaktionsteam der aus diesem Anlass herausgegebenen Chronik. Die aktuellen Protokolle der Feuerwehr schreibt jetzt ein anderer. Die alten hat er alle übersetzt, jedenfalls den ersten Band von 1913 bis 1941. Übersetzt ist nicht der ganz korrekte Ausdruck, denn in deutscher Sprache wurden die Protokolle auch früher geschrieben, aber eben in deutscher Schrift. Weil die eines Tages niemand mehr wird lesen können, macht er Abschriften der alten Protokolle mit seinem PC. Die Idee kam beim Schreiben der Chroniken. Unterstützt wird er bei seiner Übersetzungsarbeit von seiner Frau Helga und von Irmgard Köster und neuerdings auch von einem PC mit Spracheingabe. Heinz Stegelmann gehört zum ehrenamtlichen Redaktionsteam des „Dörpsblatt“.
Neben Urkunde und Pokal erhielt Heinz Stegelmann 50 Euro. Das Preisgeld will er spenden. 25 Euro erhält die Fahrradwerkstatt. Die anderen 25 Euro erhält die Jugendfeuerwehr Revensdorf.

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