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Eckernförder Zeitung

21. Oktober 2017 | 18:49 Uhr

Bürgerpark überplanen?

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WGR-Antrag zur Bürgerpark-Umgestaltung abgelehnt / Info-Broschüre für Rieseby zurückgestellt

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Rieseby | Ein Erlebnisbereich für alle Generationen mit Grillhütte, Bewegungsparcour, attraktiven Kinderspielgeräten, eine Seilbahn, Tischtennisplatten, Basketball-, Volleyball- und Speedmintonfeld - so stellt sich die Wählergemeinschaft Rieseby (WGR) einen umgestalteten Bürgerpark vor.

Einen entsprechenden Antrag stellte Frank Dreves (WGR), Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Kultur und Sport Montagabend im Ausschuss. Danach solle die Planung für eine Umgestaltung innerhalb der kommenden fünf Jahre erfolgen. Dem wollte die Mehrheit des sechsköpfigen Ausschusses nicht folgen. Der Antrag war mit drei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen abgelehnt worden.

In der Beratung machten Vertreter von CDU, SPD und Grünen deutlich, dass die Idee, den bisher wenig genutzten Bürgerpark mehr zu nutzen, durchaus sinnvoll und auch ein guter Ansatz sei. Allerdings wandte Peter Märten (SPD) ein, dass man das Thema doch gerne noch mal in den Fraktionen beraten wolle. Zudem gehöre das Thema in den Arbeitskreis Dorfentwicklung, man sollte nicht zweigleisig planen, so Märten. Waltraut Folge (SPD) wandte ein, dass man sich vielleicht verzettele, wenn man einerseits Investitionsbedarf für bestehende Spielplätze festgestellt habe und parallel dazu einen zentralen neuen Freizeitbereich plane. Für Christine Scheller (Grüne) schien die Idee etwas zu groß, wenn gleich sich die Vorstellung von Generationsverbindung gut anhöre. Hinsichtlich der Finanzierung schlug Dreves vor, dass über verschiedene Aktionen und Spenden ein Teil beigetragen werden könne. Zudem könnten Fördermittel bei der Aktiv-Region eingeworben werden, da das Projekt Gemeinden übergreifend sei. Sponsoren und Patenschaften seien weitere Möglichkeiten, zumal natürlich nicht alles auf einmal realisiert werden solle, so Dreves.

Dreves berichtete, dass er das Thema auch bereits in der Arbeitsgruppe Dorfentwicklung vorstellte, und es in die Gedankenspiele einfließe, es somit nicht parallel laufe. Seiner Ansicht nach hätten die Fraktionen Zeit gehabt, sich mit dem Thema zu befassen. "Der Antrag war zum Bürgerpark war keine Überraschung", sagte er. Hinsichtlich der Gegenargumente sei er etwas enttäuscht, aber man bleibe dran. Den Bürgerpark zu entwickeln wie auch eine Imagebroschüre für Rieseby aufzulegen, seien klare Ankündigungen der WGR im Wahlkampf gewesen.

Den zweiten Antrag der WGR, eine Imagebroschüre für Rieseby herauszugeben, zu deren Realisierung die Gemeinde 2500 Euro als Zuschuss gewähren sollte, vertagte der Ausschuss einstimmig. In der Hochglanzbroschüre sollen Vereine und Verbände, Schule, Kindertagesstätten und auch kulturelle Anbieter die Möglichkeit haben, sich für Bürger, Urlauber und Neubürger vorzustellen. Finanziert werden solle das Produkt etwa hälftig durch Anzeigen, so Dreves. Einer großen Gemeinde wie Rieseby mit so vielen Angeboten stehe es gut zu Gesicht, ein solches Produkt bereit zu halten. Ein Teil der Broschüre könnte auch den Tourismus bedienen und Vermietern Möglichkeiten zur Werbung bieten. Ob man die bisherige Mitgliedschaft in der Ostseefjord Schlei GmbH (OFS) ändern solle, wollte Dr. Andreas Knippert (CDU) wissen. Für die OFS zahlt die Gemeinde derzeit rund 4700 Euro im Jahr, so Knippert. Nein, es solle keine Konkurrenz zur OFS sein, so Dreves. Bürgermeister Jens Kolls (SPD) ergänzte, dass die OFS überregional für die Region werbe, eine Broschüre aber nur sehr lokal begrenzt verteilt werde.

Hartmut Schmidt (CDU) riet dem Ausschuss das Thema Tourismusvermarktung insgesamt neu anzupacken. Er sei nicht zufrieden mit der OFS. In dem Zuge mach es Sinn auch über die touristische Darstellung in Zukunft zu reden. Dreves bemühte sich festzustellen, dass der Tourismus nur ein eher kleiner Anteil der Broschüre sei, es vielmehr darum gehe, Vereinen, Verbänden und örtlichen Einrichtungen kostenlose Werbung zu bieten. Bisherige Rückmeldungen seien positiv gewesen. Bis zur nächsten Sitzung des Sozialausschusses vermutlich Ende September wolle er weitere Angebote für Druck und Layout besorgen, kündigte Dreves an.

Weiterer Bericht Seite 27.

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