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Üppiges Grün : Bürgerpark: Die Krokusse bestimmen den Pflegeauftakt

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Löwenzahl und Gräser wachsen dank der milden Witterung wie verrückt. Doch die Stadtgärtner dürfen nicht einfach zur Rasenmäher greifen: Erst müssen die Krokusse ihre Blätter eingezogen haben – sonst ist es mit der Blütenpracht bald vorbei.

von
erstellt am 23.Mai.2014 | 06:35 Uhr

Es gibt erste Zuschriften und ersten Unmut: Wird der Landrats- oder Bürgerpark, den der zurückgetretene Ratsherr Dr. Reinhard Jentzsch bekanntlich kaufen, pflegen und aufwerten wollte, jetzt von der Stadt als neuem Besitzer vernachlässigt? Diese Frage stellt sich angesichts des üppigen Grüns der Parkanlage zwischen Bergstraße und Vogelsang.

„Die Politik sagte zu, dass die Pflege des Bürgerparks gewährleistet sei“, schreibt Ferdinand Dietrich aus der Prinzenstraße. „Das Ergebnis ist deutlich zu erkennen: In wunderschönem Gelb erblühte der Bürgerpark mit seinem Löwenzahn. Das tierische Leben in Form von freilaufenden Hunden entzückte viele Hundebesitzer. Insbesondere Mütter mit Kinderwagen sind hocherfreut über die Ausgestaltung des guten Weges. Anders sehen es manche Radfahrer, die ihr Können off road beweisen. Dieser Bürgerpark ist keine Augenweide mehr, er könnte eher als Schafweide oder Hundetrainingsplatz dienen.“

Stadtgärtnermeisterin Sylvia Bent hat den Landratspark schon im Blick. „Aufgrund der Krokusblüte mähen wir aber immer erst Ende Mai“, sagte sie auf EZ-Anfrage. Da die Pflanzen aufgrund des milden Winters in diesem Jahr weitaus früher und sehr üppig geblüht haben oder blühen, wird dieses Mal auch früher gemäht. Im Landratspark sollte es eigentlich bereits diese Woche losgehen, doch die Mähmaschine spielte nicht mit. Jetzt geht es den Gräsern und Kräutern nächste Woche an die Halme. Gestern hat die Chefin der Stadtgärtnerei noch einmal den Zustand der abgeblühten Krokusse kontrolliert –erst wenn diese ihre Blätter eingezogen haben und diese braun werden, darf gemäht werden. Kommen die Mäher früher zum Einsatz, droht die Krokusspracht in den Folgejahren zu versiegen. „Die Zwiebelgewächse sind sehr empfindlich, werden in ihrer Blüte gestört und verlieren durch einen zu frühen Schnitt ihre Energie“, sagt Sylvia Bent. „Dann wäre die Krokuswiese innerhalb von zwei Jahren totgemäht, und das wollen wir nicht. Ich muss mich an die Mehrheit halten, und das sind die Krokusse.“ Im Schnitt wird etwa – je nach Bedarf – sechs Mal pro Jahr gemäht. „Aber nicht so kurz wie in den Borbyer Anlagen oder in Gärten“, erklärt Bent.

Nach der Sommerpause sollen auch der Weg, die Beleuchtung und die Sitzbänke erneuert werden, sagte Bürgermeister Jörg Sibbel. Da die Maßnahme je nach Ausführung 30 000 bis 45 000 Euro kosten wird, muss die Ratsversammlung diesen Posten im Nachtragshaushalt genehmigen, und der wird nach der Sommerpause zur Beschlussfassung vorgelegt. Wird dem wie erwartet entsprochen, kann die Sanierung des Landratsparks sofort beginnen. Der abschüssige Weg soll durch das Anlegen eines Plateaus und eine serpentinenartige Wegführung im oberen Bereich besser begehbar gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

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