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Bürgerinitiative: Schließung der Kinderstation gefährdet die Geburtshilfe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Bürgerinitiative zur Wiedereröffnung der Kinderstation in Eckernförde „ist empört über den Wortbruch des Kreises. Der gültige Kreistagsbeschluss von 2013, der den Erhalt der Station vorsah, wurde übergangen. „Wie kann es sein, dass die Geschäftsführung gegen den erklärten Willen des Eigentümers handelt?“, erklärte Sprecherin Alexandra Bruns zur gestrigen Pressekonferenz der Imland-Kliniken zur Situation der Kinderstation („Entscheidung fällt erst Ende Februar“, EZ v. 8. Dezember).

Die Kinderstation in Eckernförde könnte als Nebenstelle der Hauptabteilung in Rendsburg weitergeführt werden, so Bruns. Die Belegärzte stünden als Honorarärzte weiter zur Verfügung. „Dies wird zwar etwas teurer als die bisherige Belegarztabteilung, diesen Umstand hat aber die Geschäftsführung zu verantworten, die durch die Schließung einer Belegabteilung die Tür vor der Nase zugeschlagen hat.“

Zudem sei es so, dass nicht die Kinderstation in Eckernförde ein nennenswertes Defizit verursache, sondern die Perinatalstation in Rendsburg. „Die Bürgerinitiative spricht sich deutlich nicht für deren Schließung aus und wird auch nicht sieben Frühchen im Jahr gegen 400 Kinder in Eckernförde aufwiegen. Dies zeigt allerdings, dass allein eine Einsparung nicht Gegenstand der Schließung sein kann. Es ist daher völlig unverständlich, dass die Kinderstation in einen Wirtschaftsplan eingepasst werden muss.“ Die Bürgerinitiative vermutet, so Bruns, dass mit der Schließung der Kinderstation eine Gefährdung der Geburtshilfestation herbeigeführt werden solle. Erfahrungen aus der Landespolitik zeigten, dass Geburtshilfestationen dort nicht mehr gewünscht sind, wo Kinderstationen fehlen.

„Wir erinnern die Kreistagsfraktionen an ihr Versprechen, unsere Versorgung sicherzustellen, und fordern eine klares Bekenntnis zum Beschluss 2013. Des Weiteren muss eine schnellstmögliche Wiedereröffnung Ziel sein. Es ist inakzeptabel, das Thema munter durch das nächste Jahr schieben zu wollen.“

Die Bürgerinitiative ruft am Sonnabend, 10. Dezember, um 16.30 Uhr im Skaterpark/Schulweg zur Demonstration gegen die Schließung auf.

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erstellt am 09.Dez.2016 | 06:14 Uhr

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