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Bauen in Eckernförde : Bürgerinitiative kritisiert C&A-Neubau

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Mitglieder der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ haben am Sonnabend ein Meinungsbild zum neuen C&A-Gebäude in der Kieler Straße eingeholt. 98 Prozent der Teilnehmer sprachen sich gegen den Baustil aus.

Viele Menschen kritisieren die Bauentwicklung in Eckernförde als zu rechtecktig und zu einfallslos. Genau um dieses Thema ging es der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ am Sonnabend in der Kieler Straße.

„Möchten sie auch ein Klötzchen einwerfen?“, lautete die Frage an die Passanten. Angeboten wurden rote und grüne Würfel, die für ein Nein oder ein Ja standen. Worum es ging, erfuhren Interessierte im Gespräch und anhand von Bildbeispielen diverser Vorher-/ Nachher Ansichten aus aktueller und geplanter Bautätigkeit der Stadt. So war der Stellplatz in der Nähe des Gänsemarkts nicht zufällig gewählt, war doch zugleich das in der Fertigstellungsphase befindliche gegenüberliegende C&A-Gebäude nicht nur Gegenstand der Frage, sondern auch bestes Beispiel dafür, was den Initiatoren Sorgen bereitet. „Dieses Gebäude ist ein Armutszeugnis für den Architekten“, sagte Christiane Fröbel und setzte sogleich ein rotes Klötzchen in die Sammelsäule.

Für die Bürgerinitiative ist dieser Neubau nur ein Teil der Problematik. So kritisieren sie ebenfalls die Hafenspitzenbebauung, als wenig gelungen und optisch unpassend sehen die Initiatoren auch den gerade vollendeten Neubau an der Rendsburger Straße, auch steht der geplante Neubau gegenüber am Brennofenweg ebenfalls in der Kritik. Ob im Zuge der geplanten Nooröffnung die Gaehtjestraße wasserseitig zweigeschossig auf Kosten der vorhandenen Grünanlagen bebaut wird, sei hoffentlich nur eine von vielen besseren Planungsvarianten.

Viele Passanten nutzten die Gelegenheit, sich anhand der ausliegenden Informationen und Bildbeispiele sowie im Gespräch auch über zukünftige Projekte zu informieren. „Eigentlich wäre das die Aufgabe der Stadt, solche Vorhaben für jeden zu präsentieren“, meint Herbert Kreis, er könnte sich, wie in anderen Städten selbst schon gesehen, einen öffentlichen Infocontainer vorstellen, den man jederzeit betreten kann. Aus seiner Sicht ist auch für viele die Schwellenangst zu hoch, um sich im Rathaus direkt zu informieren.

„Gelungene Beispiele von Neu neben Alt gibt es in anderen Städten genug“, argumentiert Ursula Wedler von der Initiative. Dass man dafür noch nicht einmal in andere Städte muss, zeige beispielhaft das eigene Rathaus. Dass die Initiative mit ihrem Anliegen ankommt, bewiesen auch vier Neuanmeldungen. Ein rotes Klötzchen nach dem anderen fiel in die „Passt-nicht-Säule“, am Ende der Aktion hatten die sechs grünen gegen 316 rote Klötzchen keine Chance. In Prozent ausgedrückt waren es 98, die auf diese Weise ihrem Unmut Luft machten.

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