zur Navigation springen

Bürger-Forum: Kino mit Stadthalle an den Grünen Weg

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Workshop des Bürger-Forums bringt neue Ideen zum Kinostandort ins Spiel

von
erstellt am 30.Jan.2016 | 06:26 Uhr

Eckernförde | „Die Stadthalle und das Kino gehören zusammen.“ Das steht für das Bürger-Forum fest. „Es sind beides große Gebäude ohne Fenster, die die gleiche Ver- und Entsorgung, Lüftung und WC-Anlagen benötigen und die gleichen Parkplatzanforderungen haben.“ Beim öffentlichen Workshop des Bürger-Forums zum Thema „Großbaustelle Eckernförde“ hat gestern Fraktionsvorsitzender Matthias Huber zunächst die Ideen seiner Partei im Café des Utgards vorgestellt.

Wenn man ein Kino mit einem zusätzlichen Saal inklusive Bühne baut, könne man Synergieeffekte erzielen. „Zum Beispiel könnte eine Gastronomie beide Einrichtungen versorgen und wäre nicht nur auf das Stoßgeschäft beim Stadthallenbetrieb angewiesen.“ Außerdem könne man sich den immensen Aufwand wegen des ständigen Bestuhlungsumbaus sparen. Die Zusammenlegung müsse nicht sofort erfolgen. Erst könne die alte Stadthalle noch genutzt werden, die neue aber bei der Kinoplanung schon berücksichtigt werden.

Wohin mit dem neuen Großbau? „Auf den Parkplatz Grüner Weg.“ Die Parkplätze dort könnten ersetzt werden, indem die Parkplätze am Bahnhof, an der Preußerstraße auf Höhe der DLRG und an der Fischerkoppel aufgestockt würden.

Wer das „Stadthallenkino“ bauen soll, wusste Huber auch: „Man könnte dem Bauvorhabenträger statt einer Kombination eines Kinos mit einem Supermarkt die Bebauung des Exers oder des jetzigen Stadthallengeländes mit einem Hotel oder Ferienwohnungen anbieten. Die Stadthalle ist unwirtschaftlich, und jetzt sollen auch noch 5 bis 6,5 Millionen Euro für Sanierungen in sie investiert werden.“ Gleichzeitig kämen die Fremdenverkehrsabgaben bei einer Bebauung des Exers dem städtischen Haushalt zugute.

Sollte unbedingt ein Verbrauchermarkt her, könnte man die Hälfte des Pestalozzischulhofs dafür nehmen, in der nur noch wenige Kinder beschult würden. Gleichzeitig könne man den ZOB auf die andere Seite der Bahn verlegen (inklusive Übergang über die Bahnschienen) und würde so einen von den Schranken am Lornsenplatz unabhängigen Busverkehr gewährleisten. Überhaupt wäre nach dieser Planung ein Großteil des Verkehrs – auch der An- und Abreiseverkehr zu Kino und Stadthalle – aus der Innenstadt heraus.

„Der Skaterpark ist für uns nicht alternativlos“, so Huber. Auf diese Weise würde er mit dem grünen Entree der Stadt erhalten bleiben. „Möglich ist alles, es fehlt nur der politische Wille. Wenn wir dadurch ein Jahr länger auf ein Kino warten müssen, dafür aber alle Verkehre westlich der Bahn halten und den Skaterpark in Ruhe lassen sowie die Standorte Exer und Stadthalle für eine gewinnbringende und schöne Städteplanung nutzen können, ist das optimal. Außerdem würden wir uns die mehrere Millionen Euro geplanter Sanierungskosten sparen.“

Das waren ganz neue Ideen, die die 40 Anwesenden, darunter auch Vertreter der Eckernförder Ratsfraktionen, im Anschluss diskutierten. Dass eine Kombination aus Stadthalle, Kino und Kulturzentrum rentabel sein kann, zeige Eckernfördes Partnerstadt Hässleholm, meinte zum Beispiel Edgar Meyn von den Grünen. „Gönnen wir uns die Zeit, nach Möglichkeiten zu suchen und nicht den erstbesten Investor zu nehmen.“

Auch andere Themen wie der Skaterpark wurden noch weiter diskutiert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen