zur Navigation springen

Kommunalwahl : Bürger-Forum beeindruckt in Eckernförde

vom

Starke Konkurrenz für die etablierten Parteiein in Eckernförde: Das Bürgerforum wird eine starke Fraktion. Verlierer sind FDP und Linke.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 11:34 Uhr

Eckernförde | Die Gesichter bei den Vertretern der beiden großen Parteien wurden im Laufe des Wahlabends immer länger. Sie geben mit 31,0 Prozent (CDU) und 28,7 Prozent (SPD) zwar weiter den Ton an in der Ratsversammlung, doch sie müssen sich in den nächsten fünf Jahren mit hartnäckigen Widersachern auseinandersetzen: dem Bürger-Forum. Aus dem Stand schaffte es der politische Arm der Bürgerinitiative "Bauen in Eckernförde" auf 17,1 Prozent und räumte damit 5 der 27 Mandate ab. Mit dem Einzug ins Ortsparlament war zwar zu rechnen, nicht aber unbedingt in dieser Stärke. Das Ergebnis der Grünen muss als Erfolg und Bestätigung ihrer Politik gewertet werden, mit 9,8 Prozent haben sie ihr großartiges Ergebnis 2008 fast erreicht. Die runderneuerte Fraktion wird wie bisher drei Sitze in der von 34 auf 27 Mitglieder geschrumpfte Ratsversammlung haben - und damit relativ an Gewicht und Bedeutung gewinnen.
Während der SSW mit 7,5 Prozent - 2008 waren es noch 10,0 Prozent - ein einigermaßen zufriedenstellendes Ergebnis erzielen konnte, gibt es mit der FDP mit nur noch 3,8 Prozent (2008: 8,1 Prozent) und den Linken mit nur noch 2,7 Prozent (7,5 Prozent bei der Kommunalwahl 2008) zwei Verlierer der Kommunalwahl. Sie werden künftig nur noch mit einem Ratsmitglied an der Entwicklung der Stadt mitwirken können - bisher waren es jeweils zwei.

CDU gewinnt sieben Wahlkreise


Aber auch die CDU hat Federn lassen müssen. 2008 gewann sie noch 14 der 15 Wahlkreise, diesmal nur noch sieben. Ebenso viele Direktmandate gehen an die SPD, die den stärker gewordenen Zuspruch der Wähler mit Genugtuung zur Kenntnis nahm. Der Abstand zur CDU ist deutlich geschrumpft, die nächsten fünf Jahren begegnet man sich personell auf Augenhöhe.
Unbestrittener Sieger der Kommunalwahl in Eckernförde ist jedoch das Bürger-Forum. Aus dem Stand 17,1 Prozent der Stimmen sind ein großer Vertrauensvorschuss, den Reinhard Jentzsch und seine vier Kollegen auf den Weg in die politische Wirklichkeit begleiten. Offenbar ist ihre Hartnäckigkeit in Fragen der städtebaulichen Entwicklung bei vielen Bürgern gut angekommen. Der einzige aus dem neuen Quintett mit politischer Erfahrung ist Micha Bund. Er sitzt bereits in der Ratsversammlung, zunächst unter CDU-Fahne, dann nach dem Bruch mit den Christdemokraten für die Freien Wähler, die es seit geraumer Zeit nicht mehr gibt. Die Polit-Neulinge müssen sich auf dem (noch) ungewohnten politischen Parkett in kürzester Zeit einen festen Stand verschaffen und sich in eine Vielzahl von Themen einarbeiten.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen