Bucht und Berge als Marke

Die Akteure der Eckernförder Bucht präsentieren in diesen Tagen die Vielfalt der Region auf der Grünen Woche in Berlin.
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Die Akteure der Eckernförder Bucht präsentieren in diesen Tagen die Vielfalt der Region auf der Grünen Woche in Berlin.

Die Aktiv Region präsentiert sich unter neuen Namen – Eckernförder Bucht – , neuen Gesichtern und neuem Messekonzept auf der Grünen Woche in Berlin

shz.de von
25. Januar 2018, 06:19 Uhr

Die Region rund um die Eckernförder Bucht ist auf der Grünen Woche, die noch bis zum 28. Januar geht, wieder stark vertreten. Rund 20 Aussteller sind es aus dem Altkreis Eckernförde, die sich auf den rund 1500 Quadratmetern in der Halle 22 a präsentieren. Vorbereitet wurde der Auftritt von Dr. Dieter Kuhn, Regionalmanager der Aktiv Region Eckernförder Bucht.


Zwei Königinnen vertreten die Aktiv Region

„In Berlin soll den rund 400 000 Besuchern vor allem der neue Name der Aktiv Region und auch die Herkunft
der Produkte und Dienstleistungen näher gebracht werden“, sagte die Sehestedterin Dr. Juliane Rumpf. Mit dabei sind unter anderem die Globetrotter Akademie, der Naturpark Hüttener Berge, der Tierpark Gettorf, das Versuchsgut Lindhof, das Ostsee-Info-Center, die Isarnhoe Destillerie aus Altenhof, die Heuherberge Naeve aus Sehestedt und die Holtseer Landkäserei. Auch dieses Jahr werden die Rapsblütenkönigin aus Gettorf, Luisa Kern, und die erste Kanal-Königin aus Sehestedt, Katrin Naeve, die Region in der Länderhalle und auf anderen Messe-Veranstaltungen präsentieren.

Außerdem werden während der Grünen Woche viele Kontakte zu Politikern und Unternehmen geknüpft. So waren schon an den ersten Tagen Ministerpräsident Daniel Günther, Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck, Innenminister Hans-Joachim Grote und Landtagspräsident Klaus Schlie an den Ständen.

„Der Messeauftritt ist damit auch Öffentlichkeitsarbeit für die Aktiv Region und den ländlichen Raum und dient der Vernetzung von Akteuren“, sagte Dieter Kuhn. Gefördert wird der Messeauftritt durch den Europäischen Fond für ländliche Entwicklung (ELER) und erstmalig dem Europäischen Meeres- und Fischereifond (EMFF). Die Ko-Finanzierung haben alle Kommunen der AktivRegion Eckernförder Bucht übernommen.

Hans-Claus Schnack informierte über den Naturpark Hüttener Berge. Er berichtete über die zahlreichen Projekte, wie Hinweisschilder auf Parkplätzen, das Wegenetz für Wanderer, Radfahrer, Skater und Reiter. „Die Hüttener Berge reifen zur Marke“, sagte er.

Meike Hoffmann von der Globetrotter-Akademie auf dem Aschberg betonte , dass durch den Auftritt in Berlin die Auslastung der Bettenkapazitäten nachweislich gesteigert werden konnte. Auch der Bekanntheitsgrad sei immens gestiegen. So sei die Lodge mittlerweile allen Landesministern wohl bekannt.

Dirk Naeve von der Heuherberge Sehestedt unterstrich, dass sein Haus bei den vielen Besuchern mit der rustikalen Unterbringung und der Versorgung mit regionalen Lebensmittel ein positives Echo auslöse. Von der Holtseer Landkäserei konnte Patrick Hahn auch nur Positives mitteilen. Das traditionsreiche Unternehmen möchte durch Kostproben die Alleinstellung vom „Tilsiter Käse“ hervorheben.

Am Stand vom Gettorfer Tierpark treffen sich die Schüler. „ Es interessieren sich viele für Berufsperspektiven im Tierbereich“, sagte Leiterin Dr. Gabriele Ismer über die Rückmeldungen der jungen Besucher. Eine besondere Note verleiht Rolf Stelzer mit der Isarnhoe-Destillerie in Altenhof der Halle. So wundern sich viele Gäste, wie sehr sich Geschmack und Duft von Gin und Whisky ändern , wenn sie von einheimischen Ausgangsstoffen gebrannt werden.

Der dienstälteste Aussteller ist Frank Goesch von der Eckernförder Firma Behn. Für ihn sei es immer wieder spannend, wie sehr sich die Präferenzen der Kunden im Laufe der Jahre verschieben: „In diesem Jahr liegt der Andalö Splish vor Wikinger Met und dem Friesengeist“.


Michael Stöcken und Stefan Moese kochen

Auch die beiden Eckernförder Originale Stine und Fiete sind mit nach Berlin gefahren und sorgen für einen Kulturaustausch. Mit ihren Sprotten sind sie ein Blickfang nicht nur in der Schleswig-Holstein-Halle. Wenn Stine die Technik anschaulich demonstriert, wie die Sprotte von der Mittelgräte befreit wird, zieht sie viele neugierige Blicke auf sich.

Nicht wegzudenken sind bei der Grünen Woche auch in diesem Jahr wieder die beiden Köche Stefan Moese vom „Viktoria“ in Winnemark und Michael Stöcken vom „Strandrestaurant“ Karlsminde. Sie werden schon seit Jahren mit der kulinarischen Koordination in der Halle beauftragt. Somit sind sie verantwortlich für die tägliche Versorgung in einem Besprechungsraum mit rund 35 Plätzen mit anspruchsvollen Appetithäppchen wie Matjes mit Marzipan und Schokosauce oder Frischkäsepralinen im Pumpernickelmantel. Darüber hinaus werden Suppen und Eintöpfe von ihnen vorbereitet. Außerdem hat der Hotel- und Gaststättenverband Schleswig-Holstein aus seinen Kreisverbänden insgesamt neun herausragende Köche rekrutiert, die für das Publikum unter der Regie der beiden Schwansener folgende Spezialitäten anbieten: Holsteiner Grünkohl mit Kassler, Schweinebacke, Kochwurst, Senfschaum und süßer Kartoffel oder Winter-Dorsch auf Linsengemüse und Rote Bete- Sauce. „ Die rund 200 Portionen sind an jedem Tag schnell ausverkauft“, erzählen sie. Am letzten Tag servieren die beiden Brathering mit Bratkartoffeln.

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