zur Navigation springen

Kunst am Strand : Brücke über das Meer soll 2014 wieder stehen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Kunstwerk des lettischen Künstlers Ojar Pétersons musste vor drei Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Im kommenden Jahr soll es sowohl in Riga als auch in Eckernförde wieder stehen. Der Künstler ist zurzeit zu Besuch im Ostseebad.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Die Planungen zum Wiederaufbau der „Brücke über das Meer“ des lettischen Künstlers Ojar Pétersons schreiten voran. Der Künstler ist zurzeit in Eckernförde, um genaue Anweisungen für die Herstellung der Einzelteile zu geben. 2014 soll die Brücke wieder in altem Glanz in Riga und in Eckernförde erstrahlen.

Bei der „Brücke über das Meer“ handelt es sich um das orangefarbene Kunstwerk, das 20 Jahre lang auf Höhe des Stadthotels am Strand stand. Es symbolisierte den ersten Teil einer Brücke, die nach Riga ausgerichtet war, wo das Gegenstück mit Blickrichtung Eckernförde stand. Sie deuteten eine Brücke der Freundschaft und des Verständnisses an zwischen Ost und West an. 2010 musste der Eckernförder Teil allerdings wegen Baufälligkeit demontiert werden. Und auch das Pendant in Riga wurde ein Opfer der Altersschwäche.

Jetzt soll die Brücke wieder aufgebaut werden. Der Teil in Riga ist wieder hergestellt. Er wurde vor zwei Jahren für umgerechnet 21 000 Euro für das lettische Museum zeitgenössischer Kunst angekauft und wartet in Einzelteilen auf seine Verwendung. Angestrebt wird der Aufbau für 2014, wenn Riga Kulturhauptstadt Europas ist. Gleichzeitig soll auch der Eckernförder Teil aufgestellt werden. Die Stadt übernimmt einen Großteil der Kosten, die deutlich unter denen des lettischen Teils liegen, und wird Eigentümer. Auch der Altstadtverein hat eine Spende in Aussicht gestellt, große Hoffnungen liegen auf Landesfördermitteln.

Den Auftrag für die Herstellung der Einzelteile aus Lärchenholz hat die Tischlerei Vosgerau & Retzlaff erhalten. Am Dienstag wird Ojar Pétersons mit den Tischlern die genauen Dimensionen absprechen. Dafür dass das Holz nicht wieder so schnell morsch wird, soll ein neuer Anstrich aus Leinölfarbe sorgen.

Ojars Pétersons wurde 1956 in Riga geboren. Seit 1989 ist er Professor an der Staatlichen Kunstakademie. Pétersons gehörte schon vor der Unabhängigkeit Lettlands von der Sowjetunion zu den Künstlern, die mit nichtkonformer Kunst an die Öffentlichkeit traten. Im Mittelpunkt stand immer die Auseinandersetzung mit existenziellen Grenzsituationen des Menschen, mit Freiheit und Unterdrückung. Mit der Installation „Brücke über das Meer“ bei einer Ausstellung in Finnland erreichte er 1990 internationale Anerkennung. Der Eckernförder Galerist Norbert Weber (Galerie Nemo) holte einen Teil der Brücke nach Eckernförde.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen