Waldorfschule : Brennendes Interesse am Martinsmarkt

Von Flammen umhüllt, zeigt Sport- & Zirkusprojektlehrer Björn Dinklage den Kindern, worauf es bei der 'Mehlflamme ankommt.
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Von Flammen umhüllt, zeigt Sport- & Zirkusprojektlehrer Björn Dinklage den Kindern, worauf es bei der "Mehlflamme ankommt.

Der Besuchermagnet Martinsmarkt hat in diesem Jahr wieder mit ausgefallenen Angeboten viele Besucher angelockt. Kinder konnten mit Mehl Feuer spucken, ihre Eltern im afrikanischen Café ihre Geschmacksnerven trainieren.

shz.de von
19. November 2013, 05:22 Uhr

„Zuhause nicht nachmachen“, sagte Björn Dinklage den Schülern, die begeistert Mehl über eine brennende Fackel pusteten und dabei große Flammen erzeugten. Es war nur eine der Attraktionen, die beim diesjährigen Martinsmarkt der Waldorfschule Besucher und Schüler anzog. Organisiert von der Elterninitiative „Martinsmarktkreis“ sorgt die Veranstaltung alljährlich dafür, dass durch Verkauf von Selbstgebasteltem, antiquarischen Büchern, Mitmachaktionen für kleines Geld und nicht zuletzt durch unzählige Cafés mit Kuchenverkauf Mittel für Schul- und Musikförderverein sowie den Waldorfkindergarten hereinkommen. „Von den Einnahmen gehen auch zehn Prozent an Waldorfkindergärten in Afrika“, weiß Petra Faltin, eine der mitorganisierenden Mütter.

Alle Klassen sind mit eingebunden und bieten je nach Jahrgang selbst gemachte Pralinen, Puppenspiele, Kerzenziehen oder Laternenbasteln an. Letztere kamen am Ende der Veranstaltung beim gemeinsamen Laternenlaufen zum Einsatz. Dass dabei auch schulische Aspekte berücksichtigt werden, machte die vierte Klasse deutlich: Als Drittklässler haben sie ein Feld gepflügt, Korn gesät, es später geerntet und gemahlen und damit Brot und Kuchen gebacken.

„So etwas habe ich ja noch nie gegessen“, stellte Ingrid Wolfer fest, nachdem sie Pakara-Bällchen aus Bohnen mit exotischem Gewürz probiert hatte. Sie folgte dem Tipp einer Bekannten zum „Afrikanischen Café“, das in diesem Jahr anstelle des russischen Cafés etwas Neues bot: Afrikanisches Schmalzgebäck, Erdnusskuchen, Meatpie, Yamporridge und vieles mehr waren dabei die ungewohnten Backherausforderungen für die Eltern, die die Rezepte und Unterstützung von Endy Ibodi aus Nigeria bekamen.

Stand zu Beginn der Waldorfschule beim Martinsmarkt zunächst der Erlös im Vordergrund, ist es heute eher ein Tag der offenen Tür. Dabei den sonntäglichen Nachmittagskaffee mit einer fast unendlichen Auswahl an verschieden Kuchen zu genießen, hat sich bei vielen Eckernfördern inzwischen als Geheimtipp herausgestellt.



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