Bürgermeister warnt : Brandgefahr an der Steilküste

Keine sechs Schritte ist die Feuerstelle vom Wald entfernt.
Keine sechs Schritte ist die Feuerstelle vom Wald entfernt.

Altenhofs Bürgermeister Siegfried Brien warnt vor Lagerfeuern in Waldnähe/ Eckernförder Polizei war bereits im Einsatz

Raissa Waskow von
03. August 2018, 06:00 Uhr

Altenhof | Nach Feierabend noch schnell mit leckerem Grillgut und kühlen Getränken an den Strand – gerade bei den aktuellen Temperaturen machen sich in den Abendstunden noch viele Menschen auf den Weg an die Ostsee. Ein beliebter Treffpunkt ist auch die Steilküste bei Schnellmark. Doch was für einige Besucher mit Lagerfeuerromantik beginnt, kann gerade bei der anhaltenden Trockenheit schnell zur lebensbedrohlichen Gefahr werden.

Erst gestern erreichte Bürgermeister Siegfried Brien (kleines Foto) der Anruf eines Anwohners, der Flammen in Waldnähe gesehen haben wollte. Zusammen mit zwei Polizeibeamten aus Eckernförde machte sich Siegfried Brien auf die Suche und entdeckte um 22.20 Uhr ein Pärchen , das in der Nähe des Waldrandes ein kleines Feuer entfacht hatte.

„Es handelt sich dabei um ein alljährliches Phänomen“, weiß der Bürgermeister, der auch als stellvertretender Amtswehrführer des Amtes Schlei-Ostsee tätig ist. Feuer an der Steilküste sei allerdings verboten. „Der Abstand zwischen Strand und Wald ist zu gering“, betont er.

„Im Moment haben wir die höchste Waldbrandgefahrenstufe“, ergänzt Sönke Hinrichs, Pressesprecher der Polizeidirektion Neumünster. Er sehe vor allem im Funkenflug eine Gefahr für den Wald. Es lagen außerdem bereits einige Beschwerden vor und der Bürgermeister sei deshalb mehrmals mit der Polizei in Kontakt getreten, so Sönke Hinrichs.

„Die jungen Leute, die die Polizeibeamten und Siegfried Brien gestern am Strand antrafen, haben sich jedoch einsichtig gezeigt“, fügt der Pressesprecher hinzu. Die Flammen seien sofort gelöscht worden.

„Vielen Menschen ist nicht klar, wie gefährlich ein Feuer an dieser Stelle werden kann“, fasst Siegfried Brien seine Beobachtungen zusammen. Er sei öfter in Ufernähe unterwegs und entdecke dabei auch regelmäßig zurückgelassenen Müll. „Besonders Glasflaschen können bei entsprechender Sonneneinstrahlung die Brandgefahr erhöhen“, sagt er. „Außerdem wird häufig auf dem Hydrantendeckel geparkt, der dann für die Einsatzkräfte nicht mehr frei zugänglich ist“, berichtet der Bürgermeister.

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