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Boxen : Boxer begeistern vor über 400 Zuschauern

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die drei Lokalmatadoren des BC 78 Eckernförde Glöry Mayasi, Sedat Cicek und Malik Godje gewinnen ihre Kämpfe souverän. Endrit Djafa unterliegt nach einem guten Fight dem amtierenden Landesmeister Ahmed Al Saadi.

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erstellt am 25.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Das Programm, welches den über 400 Zuschauern in der gut besuchten Wulfsteerthalle am Sonnabend geboten wurde, hatte es in sich. Ob nun die Lokalmatadoren vom gastgebenden BC 78 Eckernförde oder die Gäste aus Schleswig, Niedersachsen oder Hamburg – die Boxer gaben in ihren Kämpfen alles und sorgten für eine gelungene Veranstaltung auf hohem sportlichen Niveau. Das bestätigt auch Ringsprecher und Supervisor Hans Korth: „Die Kämpfe waren stark zusammengestellt, fast alle Duelle waren absolut ausgeglichen.“

Bereits vor dem offiziellen Beginn um 16 Uhr gab es eine Stunde lang Wettkampfsparring zu sehen. Eine Art Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen. „Das kam bei vielen Zuschauern gut an“, erklärt Organisator und BC 78-Trainer Hartmut Jessen.

Los ging es dann mit den Top-Talent Mike Scheiermann aus Schleswig, der sich gegen Maik Schmitz aus Celle keine Blöße gab und einen souveränen Kampf ablieferte. Das Urteil war einstimmig zu Gunsten des Schleswigers. Nachdem Johann Lassen vom BC 78 sich im Wettkampfsparring mit Redi Sulemann (Raisdorf) eine intensive Trainingseinheit geliefert hatten, stieg mit Glöry Mayasi der nächste Lokalmatador in den Ring. Diesmal war es ein offizieller Kampf. Mayasi dominierte die drei Runden gegen den Itzehoer Jan-Nicklas Bahr, der in Eckernförde seine Ringpremiere feierte. „Glöry war ein sehr starker Gegner, es war ganz schön anstrengend“, sagte Bahr nach dem Kampf völlig außer Atem, während Mayasi sich freute: „Die Stimmung während des Kampfes war super.“

Wie hochklassig das Teilnehmerfeld war, bewies der dritte Kampf im Jugend-Weltergewicht. Dort stand mit Alexander Wersch vom SV Emstek ein amtierender deutscher Meister und EM-Teilnehmer im Ring. Er besiegte Burhan Karakaya aus Hamburg, der sich auch schon mal deutscher Meister nennen durfte, mit 3:0.

Ilja Spirin und Sebastiano Lo Zito stiegen als nächstes in das Seilgeviert. Beide boxten schon vor einem Jahr in Eckernförde gegeneinander und kennen sich zudem aus der Bundesliga. Spirin, der in Eckernförde lebt, aber für Schleswig 06 startet, zeigte eine engagierte Leistung mit vielen sehenswerten Aktionen und sauberen Treffern. Nach drei intensiven Runden sagte Lo Zito kurz vor der Urteilsverkündung: „Das Publikum hier ist immer sehr fair, auch zu den Boxern, die nicht von hier kommen. Ilja ist ein guter Boxer, vielleicht bekommen wir ja ein Unentschieden hin.“ Daraus wurde nichts, denn die Punktrichter sahen Spirin hauchdünn vorne.

Alles andere als Fallobst hatte sich Endrit Djafa vom BC 78 vor die Fäuste stellen lassen. Im Jugend-Halbwelter wollte er unbedingt gegen den amtierenden Landesmeister Ahmed Al Saadi aus Lübeck boxen. Trainer Jessen organisierte den Kampf mit einem flauen Gefühl im Magen, doch sein Schützling zeigte eine großartige Leistung. Zwar setzte sich der favorisierte Al Saadi mit 3:0 durch, doch Djafa ließ über die gesamte Kampfdauer erkennen, dass er sich vor dem Landesmeister auf Dauer nicht verstecken muss. „Ahmed war bisher mein Lieblingsgegner“, erklärt Djafa, der trotz der Niederlage mit seiner Leistung zufrieden sein konnte. „Endrit hat sich enorm gesteigert. Er ist sehr ehrgeizig und, wenn er dabei bleibt, auf einem sehr guten Weg“, lobt Jessen.

Nach der Pause gab es drei weitere Kämpfe mit Eckernförder Beteiligung. Sedat Cicek und Malik Godje fuhren souveräne Siege ein. Achraf Godje musste sich dem klug boxenden Viktor Sommer (Neumünster) geschlagen geben. Zum Abschluss durften die ganz schweren Jungs ihr Können zeigen. Im Superschwergewicht zeigte der Lübecker Landesmeister Temur Magmudov seinem Gegner aus Hamburg deutlich die Grenzen auf. Safa Behroz wurde bereits in der ersten Runde zweimal angezählt und unterlag durch technischen KO.

„Die Trainer und Vorsitzenden aus Hamburg und Niedersachsen haben sich bei mir bedankt, dass sie dabei sein durften und mir gesagt, ich möge bei der nächsten Veranstaltung bitte wieder an sie denken. Sowas freut mich natürlich sehr“, erklärt Jessen zufrieden.

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