zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 14:00 Uhr

Borussia und Lenin gehen gar nicht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 08.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Ex-Schwimmerin Franziska van Almsick gefiel Don Hugo, und U2-Sänger Bono entschied sich für Elijah Bob Patricius Guggi Q. Aber nicht nur Prominente zeigen sich bei der Namensgebung ihrer Kinder fragwürdig kreativ. In Deutschland fanden Namen wie Fanta, Winnetou oder Cajus Julius Caesar die Zustimmung deutscher Standesbeamter. Fußballer Stefan Kießling ließ seinen Sprössling auf den Namen Tayler-Joel taufen. Nicht zugelassen wurden hingegen die elterlichen Namenswünsche Störenfried, Gastritis, Borussia, Lenin, Bierstübl oder auch Satan. Hier bissen Mama und Papa zu Recht auf Granit – das Kindeswohl steht bei der Namensvergabe immer noch an erster Stelle. Der Nachwuchs ist schließlich sein Leben lang geschlagen mit dem Namen.

Ein Kevin landet bei Lehrern sofort wegen seines Namens in der Schublade – gilt Kevin doch in der Öffentlichkeit weniger als Name, sondern vielmehr als Diagnose. Steht der Name erstmal im Ausweis ist es zu spät – und zu früh, es selbst zu befragen. Ein Mitspracherecht sollte aber vielleicht doch eingeräumt werden und der Name nach der Geburt nur vorläufig gewählt werden. Ist das Kind mit zwölf Jahren reif genug, mitzuentscheiden oder hat es der Familienrat dann mit Wünschen wie Bob, Spiderman oder Lillifee zu tun ?

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen