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Blick über die Stadt : Borbyer Wasserturm soll Aussichtsplattform werden

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Stadtwerke Eckernförde wollen ihren 1936 erbauten Wasserturm sanieren und für Stadtführungen freigeben. Das kündigte Geschäftsführer Dietmar Steffens gegenüber unserer Zeitung an. Sobald die Witterung es erlaubt, sollen die Arbeiten beginnen.

Eckernförde | Die Zeit der Hausbrunnen, dezentralen Wasserbehälter und auch der Wassertürme ist vorbei. In Eckernförde sind heute alle Haushalte an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen, die Stadtwerke Eckernförde fördern Grundwasser aus mehreren tiefen Brunnen und bereiten es in den Wasserwerken Bornbrook und Feldweg auf und verteilen es über das Leitungsnetz in die rund 12 000 Haushalte.

Die Relikte aus früheren Zeiten haben heute nur noch nostalgischen, musealen oder dekorativen Wert. Ein derzeit etwas ramponiertes Schmuckstück aus jener Zeit steht am Bystedtredder: der Borbyer Wasserturm aus dem Jahr 1936. Einst Wahrzeichen moderner Wasserversorgung, fristet er seit Jahren ein Schattendasein. Die Stadtwerke als Eigentümer wollen nun seinen Dornröschenschlaf beenden. Auf Anregung der Stadtführer, insbesondere Cäcilie Dronske, (EZ v. 6. November 2013: „Ein Turm im Dornröschenschlaf“) werden die Stadtwerke den Wasserturm sanieren, begehbar machen und als Aussichtspunkt in die Stadtführungen einbinden. Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Steffens kommt damit dem in dem EZ-Bericht geäußerten Wunsch der Stadtführer nach und ordnet das Projekt als touristische Bereicherung für Eckernförde und speziell Borby ein. Da das Problem der Zuwegung über ein Privatgelände des Gemeinnützigen Wohnungsunternehmens (GWU) von der Bürgermeister-Heldman-Straße aus inzwischen einvernehmlich geklärt sei, stehe der Umsetzung nichts mehr im Wege. Der Wasserturm werde aber nicht etwa dauerhaft geöffnet, sondern nur zu bestimmten Anlässen wie beispielsweise Stadtführungen. Eine durchgehende Öffnung sei aufgrund der eingeschränkten Zuwegung und des erheblichen Aufwandes nicht darstellbar, so Steffens.

Sobald es die Witterung zulässt, soll der eingezäunte und zugewucherte Borbyer Wasserturm eingerüstet und innerhalb von rund zehn Wochen saniert und begehbar gemacht werden. Besonders ganz weit oben wartet viel Arbeit: Nachdem Arbeiter dort nach Orkantief „Christian“ bereits Berge von Tauben entsorgt haben und das Gebälk von kaputten Dachpfannen befreit haben, soll der Wasserturm mit roten Tonziegeln neu eingedeckt werden. Die Fensteröffnungen sollen nach oben hin vergrößert werden und so einen Ausblicke in stehender und nicht nur wie bisher in gebückter Haltung ermöglichen. Die obere Plattform unter dem gut erhaltenen Dachstuhl in 15 Metern Höhe soll begehbar sein, so dass die Besucher dort herumgehen und einen Rundum-Blick auf Borby und Eckernförde genießen können. Auch die Freitreppe zum Eingang des Turms sowie der spiralartige Treppenaufgang im Turm sollen hergerichtet werden. Die Stadtwerke planen ferner, den Wasserturm mit einem neuen Anstrich auch äußerlich aufzuwerten.

Alles in allem erfordert die Sanierung des alten Wasserturms Investitionen von rund 100 000 Euro, sagt Geschäftsführer Steffens. Der Aufwand sei zwar erheblich, aber man sei von dem Projekt überzeugt, am höchsten Punkt Borbys einen neuen Aussichtspunkt zu schaffen. Die Herrichtung des unteren Turmraums, der 1936 eigens für die Hitlerjugend errichtet worden ist und später für Tierhaltung genutzt wurde, ist in diesem Konzept nicht enthalten.

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erstellt am 29.Jan.2014 | 06:08 Uhr

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