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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 13:05 Uhr

Feierlicher Einzug : Borby zu Gast im Rathaus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zum traditionellen Empfang reist die Borbyer Gilde in voller Montur mit dem Bus an – Holzbrücke wird nicht betreten

shz.de von
erstellt am 13.Jun.2017 | 06:45 Uhr

Punkt 15 Uhr am Montagnachmittag findet der Empfang der Borbyer Gilde im Rathaus statt. Ein besonderer Anblick, unter den Klängen des TuS-Blasorchesters Eckernförde und des Spielmannzuges Drums & Pipes fährt der Bus aus Borby ein – kein Gang über die „holten Brück“, das verbietet die Gildetradition. An Bord Majestät André „Andi“ Steffen mit seinem Generalstab und Gefolge, Kinderkönigin Charlotta „Lotti“ Walther und Kinderkönig Laurens Metzler. Der feierliche Einzug wird von Fahnenschwenker Joachim Fey angeführt. Bürgermeister Jörg Sibbel und Bürgervorsteherin Karin Himstedt heißen die größte Gilde im Land willkommen. „Gildebruder Andi, Du bist ein Borbyer durch und durch und hast die Gilde in Deinem Herzen. An Deinem runden Geburtstag König zu werden, ist ein ganz besonders schönes Ereignis“, gratulierte der Bürgermeister dem neuen König. Sibbel betonte, dass die Stadt von der langen Tradition und die Verbundenheit der Borbyer mit ihrer Gilde sehr beeindruckt seien: „Die gute Stimmung während der Gildezeit springt auf die ganze Stadt über, das gilt ganz besonders für die Borbyer Gilde, die größte Gilde im Land, die fest mit den Menschen verbunden ist.“ Besonderen Dank zollte Sibbel dem Gildevorsitzenden Lorenz „Lorne“ Marckwardt: „Dir, Gildebruder Lorne, gebührt mein Respekt, Du bist eine besondere Persönlichkeit, 16 Jahre stehst Du an der Spitze und personifizierst die Gilde wie kein anderer.“ Der Bürgermeister bedankte sich bei allen Helfern und verkündete zur Freude aller Anwesenden, dass die Stadt als Anerkennung den Zuschuss um 50 Prozent erhöht habe.

Markwardt erinnerte op Borbyer Platt an die Zeit, als die Gilden entstanden sind: „Bistand un Hölp ünnereinanner, wenn een to Malöör keem, dat is ok hüüt noch so, op uns Fahn steiht: Einer für alle, alle für Einen.“ Nachwuchssorgen habe die Gilde nicht, 15 neue Mitglieder wurden aufgenommen. Stolz blickte der Vorsitzende auf das Kinderkönigspaar, das aus den Händen von Bürgermeister Sibbel eine „süße Amtskette“ mit den Worten „Bitte nicht alles auf einmal naschen!“ erhielt. Nach dem Willkommenstrunk aus dem Jungmannpokal von 1849 und dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt ging es auf den Rathausmarkt, der von vielen Bürgern umsäumt war. Die Blasorchester sorgten für beste Unterhaltung. Bürgervorsteherin Karin Himstedt zitierte ein traditionelles Gildelied und überraschte mit einer Rede in Versform – ein Auszug: „Borbyer Gilde, keine Frage, ja das sind drei tolle Tage! Ob bei Sonne oder Regen, feiert man mit Gottes Segen.“ Sie lobt das gute Miteinander der Gilden.

Zur Freude der Bürger zeigte Joachim Fey, der von 1976 als Ersatzfahnenschwenker und ab 2001 Lorenz Marckwardt als Fahnenschwenker ablöste, sein Können. Schwungvoll und akrobatisch fesselte und entfesselte er die Fahne zum Trommelwirbel. Danach bestiegen die stolzen Borbyer wieder den Bus, der sie nach Borby zurückbrachte.

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