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Green-Screen Vorgeschmack : Bonbon-Kocherei wird zum Kinosaal

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zwei Wochen vor dem offiziellen Programm-Start zeigte Green Screen 16 Kurzfilme im Innenhof der Bonbon-Kocherei

Eckernförde | Es scheint, dass Eckernförde gar kein Kino braucht. Zumindest wenn es um Green-Screen-Filme geht, findet sich immer eine Lösung. Und genauso unkonventionell, wie Green Screen entstanden ist, wird kurzerhand ein Altstadtinnenhof zum Kino. Keine gepolsterten Klappsessel, sondern harte Stapelstühle füllten am Freitagabend nun zum dritten Mal den Innenhof der Bonbonkocherei, die Zuschauer nahmen es gelassen. Denn was zählte, war die Atmosphäre, und die hat gepasst.

War es zum Einlass ab 20 Uhr noch nicht dunkel genug, nutzten die Anwesenden die Gelegenheit, bei einem Glas Rotwein, Bier oder Selter mit Sitznachbarn ins Gespräch zu kommen oder Bekannte zu begrüßen, die ebenfalls dem Insider-Tipp gefolgt waren. Viel Mühe haben sich Hermann Hinrichs und sein Team gegeben, um den Abend angenehm zu gestalten. Dass zwei Stunden zuvor in der Bonbonkocherei noch Hochbetrieb herrschte, merkte man den gut gelaunten Gastgebern nicht an.

Mit einsetzender Dunkelheit ab 21 Uhr war es dann der einfühlsame Videoclip „Fragile“ von Alan Parson, der das Publikum einstimmte. „Wir möchten an diesem Abend gut unterhalten“, lautete die Devise der Organisatoren und so waren die Inhalte der 16 Kurzfilme, zusammengestellt von Carsten Füg und Markus Behrens, mal zwerchfellkitzelnd oder informativ.

Alltagssituationen im Comic stark überzeichnet, ließen die Zuschauer vor Lachen die Augen tränen. Dokumentarisch wurden diese aber auch in die Makrowelt eines Strandes entführt oder erfuhren, dass es nach einem Erdbeben an der Küste schwimmende (Lava-)Steine gibt, die im Inneren bis zu 400 Grad heiß sind. „Die Zusammenstellung der Filme ist optimal“, befand Birgit Küsel. Sie hatte zuvor schon das Strandkino erlebt und lobte die Atmosphäre, nicht zuletzt auch wegen der kurzweiligen Ansagen durch Festivalleiter Gerald Grote zwischen den Filmen.

Zum eigentlichen Green Screen-Festival in zwei Wochen geht es nun in die Zielgerade. Noch Unentschlossene sollten sich beeilen, denn mehr als ein Drittel der Karten sind per Vorbestellung schon weg, auch wenn der Vorverkauf erst ab heute beginnt. Nahezu ausverkauft sind die kleineren Spielstätten, jedoch für die Stadthalle gibt es noch genügend Karten.

Ein Blick in den Spielplan lohnt sich allemal, schon allein wegen der Amerika-Reihe, bei der unter anderem „Bärenkinder“ oder „Shark-Girl“ zu sehen sind. „Wer bei der Preisverleihung mit dabei sein will, muss schnell sein“, empfiehlt Behrens. Also, ran an die Karten, es lohnt sich auf alle Fälle.
 

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