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Eckernförder Zeitung

13. Dezember 2017 | 20:11 Uhr

Feuerwerk : Böller und Raketen – aber sicher

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Raketen und Feuerwerksbatterien für Silvester liegen weiter im Trend. Polizei und Feuerwehr geben Tipps zum richtigen Umgang mit Pyrotechnik.

shz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 19:32 Uhr

Eckernförde | Fast jeder dritte Deutsche will nach einer Umfrage der Deutschen Presseagentur in der Silvesternacht Feuerwerk zünden. Gestern begann der Verkauf der Pyrotechnik, und schon kurz nach Ladenöffnung um 7 Uhr waren die ersten Käufer da, erzählt Wolfgang Schönfeld. Der Marktleiter des Edeka-Marktes Nauck in der Sauerstraße bestätigt den Trend der vergangenen Jahre zum bunten Feuerwerk: „Raketen liegen klar vorn, die kleinen Knaller werden kaum noch gekauft. Da gehen eigentlich nur noch die größeren D-Böller.“ Tischfeuerwerke und Bleigießen seien mittlerweile nur noch Beiwerk, stattdessen werden die Feuerwerksbatterien immer beliebter: einmal anzünden für eine minutenlange Lichtershow.

Für den Supermarkt hat der Verkauf von Feuerwerksartikeln nicht mehr die Bedeutung wie vor 20 Jahren. „Früher gab es noch einen Extra-Tresen dafür. Die Sicherheitsbestimmungen waren ganz anders“, sagt Schönfeld. Irgendwann durften dann auch die Discounter Feuerwerkskörper verkaufen, was den Markt umkrempelte. Im Verkaufsraum dürfen höchstens 20 Kilogramm explosionsgefährlicher Stoffe angeboten werden. Die große Menge dagegen muss nach dem Sprengstoffgesetz in einem separaten Lagerraum aufbewahrt werden.

Abgebrannt werden dürfen die Böller und Raketen laut Gesetz aber nur an Silvester und Neujahr ganztägig – und nur von Erwachsenen. „Für Personen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind pyrotechnische Gegenstände der Klasse II auch zum Jahreswechsel tabu“, betont Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Er appelliert zudem an die Vernunft der Erwachsenen: Wer Alkohol getrunken hat, sollte nicht mehr zündeln.

Auch die Feuerwehr mahnt zum bedachten Umgang: „Die unsachgemäße Handhabung der Feuerwerkskörper, unsichere Standflächen, wie umkippende Flaschen, sind die größten Gefahrenquellen“, sagt Meint Behrmann, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Eckernförde. Wichtig sei es daher gerade bei Raketen, einen ausreichenden Abstand zu den umliegenden Häusern einzuhalten. „Lieber weiter weg, als zu nah dran“, sagt Behrmann und empfiehlt einen Abstand von etwa 20 Metern. Eine besonders große Gefahr sieht der Feuerwehrchef dann, wenn Kinder Feuerwerke abbrennen dürfen, die für sie nicht geeignet sind: „Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhände.“ Viele Jahre habe es in Eckernförde keine Brandausbreitung oder Entstehungsbrände durch Feuerwerkskörper gegeben. Das letzte Mal vor drei Jahren, als ein Querschläger auf dem Balkon eines Hochhauses landete. Erhöhte Alarmbereitschaft habe die Feuerwehr morgen jedoch nicht.

Allerdings: In Eckernförde gibt es einen Platz, an dem keine Feuerwerkskörper gezündet werden dürfen. Und das ist im Bereich des Aussichtspunktes auf dem Petersberg. „Es geht um die Sicherheit der Anlieger“, erklärt Ordnungsamtsleiter Klaus Kaschke. Unterhalb des Petersberges gebe es viele Garagen und Schuppen, die aus Holzkonstruktionen bestehen. Auf diesem Wege will man Schäden oder gar Brände vermeiden, indem gar nicht erst Knallkörper oder Raketen auf den Dächern landen. Das Anzünden von Himmelslaternen ist per Landesverordnung bereits seit Ende August 2009 verboten, da herunterfallende glühende Teile Brände verursachen können.

Tipps zum Umgang mit Feuerwerkskörpern

 Gebrauchsanweisung durchlesen und unbedingt beachten.

 Raketen-Abschussrampen standfest aufstellen. Schutzkappen erst unmittelbar vor dem Zünden abziehen.

 Auf Oberleitungen und Dachvorsprünge achten.

 Auf Blindgänger achten und glühende Reste sofort ablöschen.

 Dachluken und Fenster schließen. Brennbare Gegenstände von Balkon und Terrasse räumen.

 Das Abbrennen ist  verboten in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Seniorenheimen und dort, wo es wegen der Brandgefahr sonst verboten sein kann (etwa im Abstand von 200 Metern um reetgedeckte Häuser).

  Rücksicht auf  Tiere nehmen. Viele leiden sehr unter dem Lärm.

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