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Bodensanierung auf dem Gelände der Nooröffnung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vorbereitende Baumaßnahmen für die Nooröffnung: Bodenarbeiten auf dem ehemaligen Markant-Gelände

von
erstellt am 14.Nov.2015 | 06:25 Uhr

Die Nooröffnung ist schon lange beschlossene Sache. 2012 hat die Ratsversammlung dem Vorhaben zugestimmt. Was lange Theorie war, nimmt nun langsam auch in der Praxis Fahrt auf. Erste vorbereitende Baumaßnahmen haben in der vergangenen Woche stattgefunden. Auf dem ehemaligen Markant-Gelände in der Reeperbahn wurden Bodensanierungsarbeiten durchgeführt.

Weil auf dem Gelände ehemals eine Tankstelle betrieben wurde, musste verseuchter Boden abgetragen werden. Eine 9 x 16 Meter große und vier Meter tiefe Grube wurde dafür ausgehoben. Damit die Grube nicht mit Grundwasser verläuft, wurde das Wasser abgepumpt und über Schläuche in das Noor geleitet, ehe es aufgrund des hohen Eisengehaltes von dort über Leitungen unter dem Gelände in die Ostsee abgeführt wurde. Der verseuchte Boden soll nun zu einer Deponie abgefahren und durch neuen aufgefüllt werden.

Die Bauarbeit auf dem ehemaligen Markant-Gelände seien die ersten dieser Art, teilte Alexandra Dahmen von dem Sanierungsträger der Bau-Unternehmensgruppe in Kiel (BIG) auf Anfrage der Eckernförder Zeitung mit. Das Markant-Gebäude hat die BIG bereits im Sommer im Auftrag der Stadt abgerissen. Die Arbeiten, die dort nun durchgeführt werden, seien nicht mehr Maßnahmen des Sanierungsträgers, so Dahmen, „sondern Bodensanierungen und Altlastenbeseitigungen des Vorbesitzers.“ Die BIG habe das Gebäude lediglich bis zur Unterkante abgerissen und soweit mit Füllmaterial aufgefüllt, dass die Bodensanierungsarbeiten durchgeführt werden konnten.

Im Rahmen der Bauleitplanung werden die von der Nooröffnung betroffenen Gelände auf Altlasten untersucht. „Wenn die Bebauungspläne aufgestellt werden, muss geprüft werden, ob dort Vorlasten sind“, erklärt Doreen Höhling-Schimann vom städtischen Bauamt. Bodensanierungen dieser Art seien ein normaler Vorgang, so Höhling-Schimann weiter.

In Zukunft werden die betroffenen Gebäude im Bereich der Nooröffnung Zug um Zug abgerissen, um die Wasserfläche und neue Bebauung zu ermöglichen. Das Markant-Gelände machte den Auftakt. Welche Gebäude folgen werden, ist laut Alexandra Dahmen noch nicht sicher. „Es sollte eigentlich der Bereich Reeperbahn/Ecke Schulweg folgen.“ Doch Gebäude in diesem Bereich werden derzeit noch als Flüchtlingsunterkünfte genutzt. „Wir können die Wohnung nicht abreißen, solange diese extreme Unterkunftsnot besteht.“ Zur weiteren Planung könne sie daher keine Auskunft geben.

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