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Eckernförder Zeitung

16. August 2017 | 15:22 Uhr

Blutspender aus Überzeugung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das DRK ehrt den 54-jährige Bert Krause für seine 100. Blutspende / Gesundheitscheck vorweg

Beinahe hat Bert Krause aus Eckernförde seine 100. Blutspende beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) nicht leisten können. „Der Blutdruck war etwas zu hoch“, sagte der 54-Jährige nach dem obligatorischen Gesundheitscheck am Mittwochabend. Ein wenig Nervosität scheint offenbar auch bei erfahrenen Spendern immer noch eine Rolle zu spielen. Tags darauf schließlich war alles in Ordnung: der Blutdruck stimmte, Bert Krause krempelte die Ärmel hoch und ließ sich die Nadel in die Vene stechen.„Ein kleiner Pieks, das ist keine große Tat, man muss es nur machen. Die Frage ist, wie wichtig es einem ist“, sagt der Eckernförder. Und ihm ist es wichtig.

Mit 18 Jahren hat Bert Krause begonnen Blut zu spenden. Über seine Mutter, die Mitglied beim DRK war und regelmäßig gespendet hat, ist er zum Blutspender geworden. Diesen Spendereifer hat er an seine drei Kinder weitergegeben, die auch schon ihr Blut gespendet haben. „Man tut Gutes und der Aufwand ist überschaubar“, erklärt Krause sein Engagement.

Dass der Eckernförder so regelmäßig die Termine des DRK wahrnehmen kann, ist für ihn keine Selbstverständlichkeit. „Dafür muss man dankbar sein“, sagt er. Er kenne viele in seinem Bekanntenkreis, die wegen gesundheitlicher Beschwerden nicht mehr spenden dürfen. „Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir immer neue Spender akquirieren können“, sagt Jan-Christian Weck, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. „Das durchschnittliche Spenderalter liegt bei etwas über 40 Jahren.“ Vor allem aber junge Leute würden gebraucht, die über mehrere Jahrzehnt hinweg spenden können.

Mit jeder Blutspende wird einem Spender ein halber Liter Blut entnommen. Dabei können aus jeder Vollblutspende drei Präparate gewonnen werden, die viele Patienten zum Überleben benötigen: Erythrozyten, Thrombozyten und Blutplasma. Nach Angaben des DRK wird rund ein Fünftel dieser Präparate bei der Behandlung von Tumorpatienten eingesetzt.

Die regelmäßige Blutspende ist auch immer ein kleiner Gesundheitscheck. Bert Krause hält sich fit, indem er zwei Mal die Woche zwischen einer halben und einer Stunde läuft.

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erstellt am 16.Okt.2015 | 06:22 Uhr

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