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Blühende Verbindungen: Wo Busse an Kunstwerken halten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Einmal im Jahr gehören sie zum Stadtbild – die künstlerisch gestalteten Bushaltestellen, die „Blühenden Verbindungen“. So auch in diesem Jahr wieder. In der zehnten Wiederholung ist es für Initiatorin Anke Häussler ein kleines Jubiläum. Anders als in den vergangenen Jahren ist die Aktion dabei nicht auf Wochenlänge begrenzt, sondern läuft seit gestern bis zum 17. September. Beteiligt sind 20 Bushaltestellen.

Neu dabei ist das Deutsche Jugendrotkreuz mit seinem Motto „Helden helfen“. Viel Gedanken haben sich dabei die vier beteiligten Jugendlichen im Alter von 14 Jahren gemacht. Mit kleinen Schautafeln machen sie auf das Naheliegende aufmerksam. Die spontane Frage an eine jugendliche Passantin, wie man die Vitalfunktion eines Verletzten prüft, blieb zumindest auf die Schnelle ohne Antwort und zeigt Bedarf.

Erstmals über diesen Weg widmet sich die Awo zusammen mit UTS der Flüchtlingsproblematik und möchte am zentralen Busbahnhof eine Willkommenskultur entstehen und die Menschen unterschiedlicher Kulturen auf einander zugehen lassen.

Ähnlich ist auch der Ansatz vom „Trifolium“, Claudia Nöhren und Inken Sartori, die zusammen mit Maria Lohmann die Haltestelle gegenüber an der Apotheke gestaltet haben. „Glück allen Menschen“ steht auf einem stilisierten Segel in vielen Sprachen. Nicht ganz zufällig, denn das Segel symbolisiert zugleich auch das Boot, in dem viele Menschen sitzen und geflüchtet vor Krieg und Not ihr Glück finden wollen.

„Vielfalt braucht unsere Unterstützung“, steht groß an der Haltstelle beim Kiosk an der Gaehtjestraße und so stehen die Eisbären und die Pinguine auf der Rückseite der Haltestelle für zwei gefährdete Gebiete unseres Planeten, aber auch der Urwald und das Meer sind betroffen. „Wir wollen die Menschen für Natur und Umwelt sensibilisieren, klarmachen, dass die Menschen unseren Planeten, die Erde, mitsamt all seinen Lebewesen zu schützen und sich für den Erhalt der Erde und die Vielfalt der Lebewesen einzusetzen haben“, lautet das Anliegen der sechs Gestalter von Green Screen.

Weitere Themen sind „Kreativ statt depressiv“, Bücherstube – Take-away-Tausch“, „Pflege in Bewegung“, „Ankunft“, „Revue“, „Kap.1 Grundgesetz“ und „Mehrblick“, letztere wird anlässlich des 25. Unicef-Weltkindertages als Portal genutzt und bis zum 17. September gepflegt. Mit „Zur Ruhe kommen“ beteiligt sich die Gemeinschaftsschule Eckernförde Nord, aber auch der Dänische Kindergarten ist mit einem eigenen Thema dabei, sowie die betreute Grundschule der Fritz-Reuter-Schule mit „Aus Alt mach Neu – ein Meer aus Müll“.

Nach wie vor gibt es noch freie Bushaltestellen, und wer sich spontan beteiligen möchte, kann bei Anke Häussler melden: info@bus-stopp.de oder info@kunsthaltestellen.de.

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erstellt am 05.Sep.2015 | 06:54 Uhr

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