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Oldies im Tierpark : Blitzender Chrom beim Oldtimertreff

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fans und Fahrer gepflegter Oldtimer treffen sich zum zehnten Mal im Tierpark Gettorf

Träume und Raritäten aus Chrom und Blech bekamen die Besucher am Sonntag im Gettorfer Tierpark geboten. Wahre Automobil-Schätze von Mercedes, VW oder Porsche wurden den Oldtimerfreunden präsentiert. Die meisten der Fahrzeuge waren von Grund auf restauriert worden. Der ehemalige Langstrecken- und Speedway-Weltmeister Egon Müller kommentierte den Oldtimertag, der zum zehnten Mal im Gettorf stattfand, mit viel Sachverstand. Zwar wollte er den Fokus auf die schönen Autos richten, doch immer wieder musste die Zweirad-Legende Autogramme geben.

„Meine Frau ist grade im Tierpark und ich darf hier Autos gucken“, freute sich Hans-Jürgen Voll. Bei strahlendem Sonnenschein konnte so die ganze Familie einen schönen Tag verbringen. Ein Zuschauermagnet war der 1915er Ford T Speedster. Eine Garagenfund aus den USA, der mit viel Liebe wieder hergestellt werden konnte.

Die Besitzer der Autos beantworteten den ganzen Tag über Fragen rund um ihre vierrädrigen Oldies. Auch Motorräder konnten bestaunt werden. Sogar der ein oder andere Traktor fand den Weg auf das Gelände. Das Aufheulen der amerikanischen V-12 Motoren wurde passend von den „West Coast Stompers“ untermalt, die den Tag mit Jazz versüßten.

„Viele der Autos sind nicht den ganzen Tag hier, es ist eher ein Kommen und Gehen“, sagte Egon Müller. So veränderte sich das Teilnehmerfeld in Gettorf nahezu stündlich. Nie konnte man sagen, dass das Fahrzeug, das den Park verließ nicht adäquat ersetzt werden konnte.

Auch die Motoren der alten Autos verzückten so manchen Besucher. Ein „blubbernder“ Amerikaner, der sich ein Geräuschduell mit einem 83er Porsche Turbo lieferte, zauberte den Besitzern ein Lächeln ins Gesicht. Doch das Aufheulen war eine Seltenheit, denn es ging hauptsächlich um das Erscheinungsbild der Oldtimer. Und da war für jeden etwas geboten. Kleine, agile Straßenflitzer, wie der Capri standen nur wenige Meter von dem imposanten, amerikanischen Straßenkreuzer, wie dem fünfeinhalb Meter langen Pontiac Bonneville entfernt. Besonders der Mercedes 250 SL, auch Pagode genannt, war ein richtiger Hingucker. Direkt am Eingang stand der 1915 Ford T Speedster. Ein Fahrzeug, das in Deutschland nur sehr selten zu sehen ist.

Die Besitzer hegen und pflegen ihre Autos. „Wenn meine Frau das erlaubt, werde ich in meinem Auto beerdigt“, sagte Hartmut Jensen, während er auf seinen feuerroten 83er Porsche Turbo schaute. Mit den Gästen führte der Rentner angeregte Diskussionen über die richtige Pflege und die Preisentwicklung. „Ganz ehrlich, ich behandle den Porsche besser als meine Frau, das weiß sie aber auch“, scherzte Jensen.

 

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