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Gemeindeempfang : Blick nach vorn trotz knapper Kasse

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rund 80 Gäste nahmen beim Jahresempfang der Gemeinde Ascheffel teil. Bürgermeister Günther Petersen erinnerte an die Bauprojekte im Ort und wirft einen positiven Blick nach vorne, auch wenn die Kassenlage knapper wird.

„Wer die Zukunft gestalten will, der muss in der Gegenwart aktiv werden“, sagte Ascheffels Bürgermeister Günther Petersen am Sonntag beim Jahresempfang. Und da hat die Gemeinde gerade im vergangenen Jahr kräftig investiert, wie Petersen den rund 80 Gästen in der Bürgerbegegnungsstätte berichtete. Er hob vor allem die Erschließung des Gewerbegebietes und des Wohngebietes hervor. Beide Bauvorhaben seien mit erheblichen Problemen verbunden gewesen, so Petersen. Allein die Entlassung des Gewerbegebietes aus dem Landschaftsschutz hätte rund eineinhalb Jahre gedauert. Dies hätte auch dazu geführt, dass Interessenten, die zügig bauen wollten, absprangen Als es dann endlich losgehen konnte, stieß man bei den Arbeiten auf Fundstücke aus der römischen Kaiserzeit und rief damit die Archäologen auf den Plan, die das Baugebiet damit für einige Wochen stoppten. Zudem hätte es Planungsänderungen gegeben, die das Projekt teurer machten. Von den vier Grundstücken seien bislang zwei verkauft, sagte Petersen, der die Kosten für das Gewerbegebiet auf knapp 300 000 beziffert Euro . Auch beim Neubaugebiet Nordende hofft der Gemeindechef noch auf Verkäufe, damit sich das rund 745 000 Euro teure Projekt amortisiert. Außerdem investierte die Gemeinde in 2013 noch in die Entsandung der Mühlenteiche, Kosten: etwa 27 000 Euro.

Auch erinnerte Petersen an die Fertigstellung der Globetrotter-Lodge auf dem Aschberg. Probleme bereite dort noch die Parkplatzsituation, wie zuletzt beim Weihnachtsmarkt deutlich wurde. Bis zum Sommer soll eine Lösung gefunden werden.

Prekär ist die Haushaltslage der Gemeinde. Mehr als 45 000 Euro fehlen im Etat. Dieses Defizit kann nur durch eine Rücklagenentnahme ausgeglichen werden. Doch Möglichkeiten, die Ausgabenseite zu verändern, gebe es kaum. Durch Abgaben an Schule, Amt, Kindergarten und Kreis seien knapp 780 000 Euro gebunden. Letztlich habe sich die Gemeinde dazu durchgerungen, teilte Petersen mit, die Grundsteuer A von 295 auf 330 Prozent und die Grundsteuer B von 295 auf 310 Prozent anzuheben. „Von der Landesregierung empfohlen sind sogar 260 Prozent“, betonte Petersen. Eine weitere Belastung der Bürger habe man aber im Gemeinderat nicht gewollt. Petersen erwähnte aber auch, dass Ascheffel im Amtsvergleich die niedrigsten Abwasser- und Trinkwassergebühren habe.

Herausforderungen der Zukunft sei der demographische Wandel. Hier müsse die Gemeinde Wege finden, um Ascheffel für Jung und Alt attraktiv zu gestalten. Investitionen stehen bei der Kanalisation an. Insgesamt verfüge Ascheffel über ein mehr als 13 Kilometer langes Leitungsnetz. Die Filmung habe ergeben, dass an vielen Stellen Sanierungsbedarf bestehe. Bei der Neuverteilung der Gelder im Rahmen des Finanzausgleiches hofft Petersen, dass die kleinen Gemeinden im ländlichen Raum ausreichend bedacht werden und nicht leer ausgehen. „Denn“, so Petersen, „kommunale Investitionen fördern die Lebensqualität der Menschen.

Für die Untermalung beim Empfang waren Maren Engel und Stella Anker verantwortlich. Engel am Keyboard und Anker am Alt-Saxophon boten Musik vom Feinsten. Mit seiner Musikauswahl wie beispielsweise Leonard Cohens „Hallelujah“, Elton Johns „Can you feel the love tonight“ und John Denvers Hit „Country Roads“ lag das Duo immer richtig.


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erstellt am 14.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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