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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 22:45 Uhr

Bleiben beide Wehren?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bürger der Gemeinde Felm befürchten Zusammenlegung der Standorte Felm und Felmerholz

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 06:46 Uhr

Die Gerüchteküche brodelt. Sollen die Wehren in Felm und Felmerholz nun etwa doch zusammengelegt werden? Gerd Ludwig sprach in der Sitzung der Gemeindevertretung am Montagabend die Befürchtung einiger Bürger aus.

Er selbst ist Mitglied der Feuerwehr Rathmannsdorf/Felmerholz und gegen eine Zusammenlegung: „Wir haben die beiden Standorte ja nicht, weil wir eigenbrötlerisch sind, sondern um alle Orte rechtzeitig bedienen zu können“, sagte er. Bürgermeister Friedrich Suhr wies die Überlegung zurück. Dass beide Wehren erhalten werden sollen, sei schließlich schon vor längerer Zeit beschlossen worden. Doch damit wollten sich die Bürger in der Sitzung nicht zufrieden geben. Die Diskussion um eine mögliche Unterbringung des neuen Feuerwehrfahrzeugs der Feuerwehr Rathmannsdorf/Felmerholz im Gerätehaus der Felmer Wehr komme schließlich einer Zusammenlegung gleich, betonte Ludwig.

Hintergrund ist, dass die Feuerwehrunfallkasse erhebliche Mängel an dem Gerätehaus in Felmerholz festgestellt hatte. Der notwendige Neubau inklusive sanitärer Anlagen würde aber rund 250 000 Euro kosten. Daher war der Gedanke aufgekommen, das Fahrzeug in Felm unterzustellen. Vielleicht könne man so Kosten sparen.

Dieses Vorhaben sei aber noch längst nicht beschlossen, betonte Jan Heide (CDU). „Natürlich sollen die Kosten so gering wie möglich gehalten werden. Es muss nun ein Konzept erstellt werden, was wir wie finanzieren können“, sagte er.

Doch damit war das Thema noch nicht vom Tisch: Anschuldigungen über falsche Planungsweise in der Vergangenheit und Verschwendung von Geldern wurden auf Seiten der SPD gegenüber der CDU laut. Schließlich beendete Norbert Begemann, Gruppenführer der Feuerwehr Rathmannsdorf/Felmerholz, die Diskussion: „Wir haben damals alle abgestimmt, dass es keine Zusammenlegung der Wehren gibt. Ihr diskutiert hier so lange rum, ich kann nicht verstehen, warum der eine nicht weiß, was der andere damals gemacht und beschlossen hat.“ In der Vergangenheit sei noch die Rede von einer ganz normalen Halle in Felmerholz gewesen. Doch der Bau sei so lange hinausgezögert worden, dass jetzt die Unfallkasse noch sanitäre Anlagen und bestimmte Bedingungen vorgibt und alles viel teurer wird, sagte er. „Punkt ist: Es bleiben beide Wehren.“

Weitere Themen der Sitzung in Kürze:

> Auf den Wunsch der Schulkinder, einen Unterstand für die Bushaltestelle in der Dorfstraße in Felm zu bekommen, wurde reagiert. Ab sofort können die Kinder ebenfalls an der überdachten Haltestelle an der Grundschule am Dörpshus einsteigen.

> Erneut soll der Kreis nachdrücklich aufgefordert werden, entlang der K 24 zwischen Felm und Felmerholz einen Radweg zu bauen. Besonders mit Blick darauf, dass der Kreis die Hunnenbergtrasse der Gemeinde Felm nicht mehr ausbaue und das Anliegen schon seit Jahrzehnten auf dem Tisch liege, habe der Bau des Radwegs oberste Priorität, heißt es in dem Schreiben.

> Die Gemeinden sollen zukünftig bei der Bewirtschaftung des Friedhofs in Osdorf ein Mitspracherecht haben. Deshalb soll ein Kuratorium gegründet werden. Der Bürgermeister und sein Stellvertreter Heino Schadwald wurden als Mitglieder der Gemeinde Felm gewählt.

> Der Empfehlung vom Amt, die Aufgaben über die Entscheidung des Awo-Ferienbegleiters sowie der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Nord-Ostsee-Kanal wieder zurück in die Gemeinde zu geben, sind die Mitglieder einstimmig nachgekommen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die anderen beteiligten Gemeinden ebenfalls diesen Beschluss fassen. Über die Höhe der Bezuschussung soll jährlich entschieden werden.

> Der Zuschussantrag der Kirchengemeinde Osdorf-Felm-Lindhöft für die Sanierung des Kirchenfußbodens wurde zur Beratung zurück in den Finanzausschuss gegeben.

> Der Nachtragshaushaltsplan 2013 wurde angenommen. Größere Abweichungen gab es nur beim Jahresüberschuss. Dieser ist um knapp 17 000 Euro auf 51 700 Euro gesunken.

 

 

 

 

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