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Tennis-Talent : Björn Petersen kämpft für die Profikarriere

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Louisenlunder Internatsschüler machte im Sommer einen großen Schritt nach vorne. Nachdem sich erste Erfolge einstellten, sucht er jetzt nach Sponsoren, um sich seinen großen Traum erfüllen zu können.

Dass gute Schulnoten und Leistungssport durchaus zusammenpassen, hat Björn Petersen in diesem Jahr bewiesen. Der 16-jährige Tennisspieler vom SV Louisenlund hat einen Notenschnitt von 1,3 und hat in dieser Sommersaison trotzdem akribisch und mit viel Fleiß an seiner angestrebten Tenniskarriere als Profi gearbeitet. Die ersten Erfolge haben sich bereits eingestellt, doch der Traum vom Profi bringt auch Schwierigkeiten mit sich.

Dank eines Stipendiums konnte das Eckernförder Tennis-Talent in diesem Jahr alle zwei Wochen nach München reisen, um dort an der Tennis-Point-Academy vom früheren deutschen Davis-Cup-Spieler Markus Zoecke an seiner Laufbahn zu arbeiten. Fünf Stunden pro Tag – vier davon auf dem Tennisplatz und eine im Fitnessraum – schuftet Björn für sein großes Ziel. „Der Traum vom Profitennis war schon mit acht oder neun Jahren da. Aber mittlerweile habe ich einen großen Schritt nach vorne gemacht, sodass ich noch motivierter bin“, sagt der Louisenlunder Internatsschüler der EZ.

Der stete Wechsel zwischen Heimat und Academy in München haben Björn nichts ausgemacht. Im Gegenteil: Das intensive Training mit sehr guten deutschen Nachwuchsspielern und Herren, die in der Bundesliga spielen, macht dem Youngster Spaß. Den Stoff aus der Schule arbeitete er in seiner verbleibenden Freizeit vor, und fand dennoch in München auch den Weg zum Baggersee, wo er mit anderen Tennis-Talenten seine wenige Freizeit genoss.

Doch nicht nur das Training in München machte Björn besser. In dieser Sommersaison spielte er sich durch mehrere Qualifikationen der ITF-Serie (International Tennis Federation), und spielte sich in Griechenland, Montenegro, Slowenien, Dänemark und Schweden auch im Hauptfeld teilweise bis ins Finale vor. Die Ranglistenpunkte kann er gut gebrauchen, denn in der anstehenden Wintersaison und auch im nächsten Sommer, wird er durch seine guten Ergebnisse nicht mehr durch die Qualifikation müssen. „Das ist auf jeden Fall ein großer Vorteil, denn drei Quali-Runden machen doch ganz schön müde“, erklärt Björn.

Das nächste große Ziel sind Anfang November die Deutschen U16-Meisterschaften in Essen. „Bei einer guten Auslosung sollte zumindest das Halbfinale möglich sein“, gibt sich Björn selbstbewusst. Warum auch nicht, denn durch das viele Training – insbesondere gegen Herrenspieler – ist sein Spiel kraftvoller und schneller geworden. Erreicht der Eckernförder sogar das Finale, winkt ihm die Aufnahme in den Nationalkader des Deutschen Tennis Bund (DTB). Das wäre ein wichtiger Schritt, denn so würde er am Wintercup teilnehmen, bei denen die besten drei Jahrgangsspieler der verschiedenen europäischen Länder gegeneinander antreten. Diese Erfahrung durfte er bereits vor drei Jahren machen – und dort will er wieder hin.

Der große Vorteil des DTB-Wintercups: Die Reisen wären kostenlos. Hier liegt nämlich die große Schwierigkeit für einen hochtalentierten Spieler auf dem Weg in den Profibereich. Die Kosten für die Turnierreisen im Sommer müssen privat gestemmt werden. Dazu läuft sein Stipendium für die Tennis-Point-Academy, die 2014 nach Berlin umzieht, aus. Alleine hier werden Kosten im mittleren fünfstelligen Eurobereich fällig. „Deshalb suche ich jetzt nach Sponsoren“, erklärt Björn. Im Februar 2014 würde er gerne an wichtigen ITF-Turnieren in Südamerika teilnehmen – doch allein die Flugkosten sind enorm. Immerhin erfährt Björn eine Förderung vom Tennisverband Schleswig-Holstein, und darf kostenfrei zweimal pro Woche in Wahlstedt mit den anderen Top-Talenten trainieren. Doch um den nächsten großen Schritt zu machen, braucht es weitere finanzielle Unterstützung. Der Anreiz für ortsansässige Unternehmen könnte durchaus vorhanden sein. Ein Tennisprofi aus Eckernförde – das hätte doch was.

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erstellt am 19.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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