Tennis : Björn Petersen holt ersten ATP-Punkt

Björn Petersen hofft in den Sommerferien auf die nächsten Weltranglistenpunkte.
Björn Petersen hofft in den Sommerferien auf die nächsten Weltranglistenpunkte.

Den ersten großer Schritt in Richtung Profi-Laufbahn hat der 18-jährige Eckernförder Björn Petersen mit dem ersten Weltranglistenpunkt getan. Die nächste Turnierreise folgt in den Sommerferien.

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05. Mai 2015, 06:06 Uhr

Es ist ein Meilenstein in der sportlichen Karriere eines Tennisspielers – der erste ATP-Punkt. Diesen hat sich Eckernfördes Talent Björn Petersen, der für das Internatsteam des SV Louisenlund den Schläger schwingt, nun erkämpft. „Das öffnet mir viele Türen“, freut sich der 18-Jährige, der weiterhin am Plan einer Profi-Laufbahn arbeitet.

Der erste Punkt in der ATP-Rangliste, also der Weltrangliste im Herrenbereich, war ein langer und steiniger Weg für den angehenden Abiturienten. In den Frühjahrsferien war Björn mit seinem Vater nach Ägypten gereist, um eine ganze Reihe von Future-Turnieren zu spielen. Die Turnierserie dient zum Einstieg in den Profibereich, wird aber auch gerne mal von bereits etablierten Spielern genutzt, um Punkte zu sammeln und sich durch Siege Selbstvertrauen zu holen. Petersen musste sich in Ägypten jedoch erst durch die Qualifikation spielen, um überhaupt ins Hauptfeld zu kommen. Gleich im ersten Turnier schaffte es der Rechtshänder mit seinem starken Aufschlag und der gefährlichen Vorhand ins Endspiel, unterlag dort jedoch mit 6:4, 6:7 und 4:6 ganz knapp in drei Sätzen. Sein Gegner war mit einer Weltranglistenposition um die 500 jedoch auch deutlich favorisiert. Eine unglückliche Auslosung ließ Petersen im zweiten Turnier früh auf den Top-Gesetzten Spieler treffen. „Da habe ich auch nicht gut gespielt“, sagt Björn, der chancenlos war.

Doch es wurde besser. Petersen hatte beim dritten und vierten Turnier mehr Glück bei der Auslosung und zeigte gutes Tennis. In der ersten Runde des Hauptfelds unterlag er jedoch knapp 6:7, 6:7 gegen den späteren Turniersieger aus Polen. „Im ersten Satz hatte ich bei 5:4-Führung Aufschlag. Da war mehr drin“, ärgert sich Petersen, der mit dem Einzug in die zweite Runde den ersten ATP-Punkt sicher gehabt hätte. Doch im vierten und letzten Turnier seiner Ägypten-Reise sollte es klappen. Im Endspiel der Qualifikation bezwang Petersen eben jenen Polen, gegen den er nur Tage zuvor knapp verloren hatte. Im Hauptfeld bekam der Internatsschüler mit einem ungesetzten Spanier einen machbaren Gegner vorgesetzt, den er deutlich mit 6:0 und 6:4 bezwang. Der erste Weltranglistenpunkt wanderte mit dem verwandelten Matchball auf das Konto der Eckernförders. Nun wartete mit Dennis Novak jedoch ein Gegner von einem gehobenen Kaliber. Der Österreicher steht in der Weltrangliste auf Platz 278 – und war für Petersen noch eine Nummer zu groß. Mit 1:6 und 3:6 ging das Match verloren.

Dadurch, dass Petersen jetzt im Ranking geführt wird, hat er zukünftig bei den Future-Turniern viel bessere Ausgangspositionen und wird auch nicht mehr durch jede Qualifikation müssen. „Man hat Planungssicherheit, auch beim Buchen der Flüge“, nennt Björn nur einen Vorteil. Zudem winken ihm künftig bessere Auslosungen. „Der erste Punkt ist immer der schwerste“, sagt Petersen schmunzelnd. Diesen hat er nun in der Tasche und wird nun daran arbeiten, weitere dazuzugewinnen. In den Sommerferien wird er wieder auf Turnierreise gehen. Er sagt: „Ich werde wieder angreifen und freue mich wirklich, dass mich Louisenlund auf meinem Weg so unterstützt.“

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