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Deutsche Meisterschaft : Bis zum Schluss sehr spannend

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Swingolfer suchten ihre Besten bei den Deutschen Meisterschaften auf der Anlage Gut Sophienhof / Gesamtsieger kommt aus Westenholz

Waabs | Die Sonne strahlte, Sportler und Gäste waren locker, fröhlich und richtig entspannt – so richtig „golfmäßig“ geordnet war die Stimmung auf der nördlichsten, für Lizenzspieler zugelassenen Swingolf-Anlage auf Sophienhof/Waabs nicht. Eine heitere Atmosphäre zwischen Urlaub, Sport und Gelassenheit hatte sich breit gemacht und setzte den Rahmen für die Deutschen Meisterschaften der Swingolfer, zu der sich die besten ihrer Sportart in Schleswig-Holstein trafen.Um den Titel spielten Manuela Kreft (Stuttgart), Sabine Loga (Harz), Angela Mitter (Allgäu) und Ingrid Hirsch (Hamburg) am Ende trotz ihres Könnes nicht mit, ihrer guten Laube tat das allerdings keinen Abbruch.

Sie waren aus dem ganzen Land nach Sophienhof gekommen,um ihren Sport zu betreiben und dabei richtig Spaß zu haben. Die Liga-Spielerinnen waren in einen Flight zusammen gelost worden, um gemeinsam die „Greens“ zu bespielen. Sie stellten sich der schweren Aufgabe, denn die große Trockenheit hatte die Anlage extrem schnell gemacht. Das bestätigte auch Holger Bruhn. Der Flensburger spielt für die SGG Schwansen und erläuterte nach seinem Einsatz die Herausforderung. „Da der Platz sehr schnell ist, muss man entsprechend präzise spielen. Patzer werden nicht verziehen“, Außerdem beeinflusste der auffrischen Wind die Flugbahn des Balles – alles in allem eine große Herausforderung für die Sportler, die in verschiedenen Altersgruppen und getrennt nach Geschlechtern in Flights je vier Personen auf das Grün geschickt wurden. Dabei spielten natürlich auch die Nerven eine Rolle. „Swingolf ist ein echter Psychosport“, sagte Bruhn mit einem Schmunzeln bei einem verdienten Erfrischungsgetränk nach einer Runde auf der hervorragend präparierten Anlage. Die Voraussetzungen seien fair und gut.

Tatsächlich war es Topspieler wie Joe Senf möglich, am ersten Tag mit 65 Schlägen sieben unter Par zu spielen. Insgesamt sei die Deutsche Meisterschaft ein Riesenerlebnis, bestätigte Holger Bruhn am Rande des Turniers. Die Sportler untereinander kennen sich gut und können insgesamt feststellen, dass das Niveau im Swingolf allgemein deutlich verbessert wurde. Die lockere Atmosphäre auf dem Grün, aber auch am Rande des Sports, gefalle zunehmen auch anderen Golfern, die ab und zu gerne den Weg zu den Swingolfern fänden. Gegenseite Ausflüge von Golfern oder Swingolfern in die benachbarte Sportart seien daher gar nicht mehr ungewöhnlich.

Am Ende ging es aber doch auch um den sportlichen Erfolg. „Am ersten Tag waren alle spürbar aufgeregt“, so Sonja Stöcken, die zusammen mit ehrenamtlichen Helferinnen den Melde-Tisch betreute. Dort wurden die Flights zusammengestellt und auf das Grün geschickt und am Ende die Ergebnisse ausgewertet. „Zwischendurch nehmen wir stichprobenartig die vorgeschrieben Überpüfungen des Materials vor“,erklärte Sonja Stöcken die Formalien. Bei einer deutschen Meisterschaft zählen eben nicht nur die hervorragende Organisation und die fantastische Stimmung, sondern vor allem die sportlichen Leistungen und die Regeln. Ein halbes Jahr hatte sich die SGG Schwansen unter dem Vorsitz von Stefan Stöcken und dem Hausherrn Johannes Thomsen auf die Meisterschaft vorbereitet. Obwohl viele der Sportler mit dem Wohnmobil anreisten, waren auch die Unterkünfte bis hoch nach Kappeln lange im Vorwege gebucht worden. „Damit leistet diese Veranstaltung auch einen wirtschaftlichen Beitrag für die Popularität unserer Region“, sagte Sonja Stöcken. „Es wurden tolle Ergebnisse erzielt und es war bis zum Schluss sehr spannend“, zog Stefan Stöcken Bilanz. Die Veranstaltung sei ein voller Erfolg gewesen – die SGG Schwansen und Gut Sophienhof hätten jede Menge Lob und Dank von den Spielern und den Vereinen bekommen. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass alle sich so wohl gefühlt haben. Viele Spieler haben bereits angekündigt, im Herbst zu den Schleswig-Holstein Open wieder zu uns nach Schwansen zu kommen“, teilte Stöcken mit.

Gesamtsieger wurde Marcel Meiwes aus Westenholz. Er belegte auch Platz 1 bie den Senioren Herren 1. In der Senioren Herren 2 lag Roland Schmidt aus Renningen vorn, bei den Senioren Herren 3 Reinhard Philipp vom Verein Allg.-Bodensee. Von dort kommt auch die Siegerin der Senioren Frauen 1, Nadine Mierdel. Bei den Senioren Frauen 2 lag Margarete Hane aus Westenholz vorn, bei den Senioren Frauen 3 Renate Luce aus Essen. Bei der weiblichen Jugend stellte Westenholz mit Jacqueline Duhme ebenfalls die Siegerin, und auch der Beste der männlichen Jugend, Mario Kathöfer, stammt aus dem selben Verein.


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erstellt am 04.Aug.2014 | 06:11 Uhr

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