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ARMBRUST EUROPAMEISTERSCHAFT : Birte Ihms holt Einzel-Gold und Team-Silber

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bei der Armbrust-Europameisterschaft in Innsbruck glänzt die 28-jährige Eckernförderin Birte Ihms mit einem imposanten Schlussspurt. Gastgeber Österreich sichert sicher das Mannschafts-Gold.

Die 28-jährige Birte Ihms aus Eckernförde ist nach einem grandiosen Wettkampf in Innsbruck neue Armbrust-Europameisterin geworden.

Ihms schießt seit einigen Jahren – nach ihrem Wechsel von SC Kalübbe zum Schützenverein Malente – zuverlässig gut Luftgewehr, und als Mitglied im Armbrust-Siegerteam der 1. Liga Nord auch mit großem Erfolg in dieser Sportwaffengattung. Jetzt zeigte sie, dass sich die Berufung durch den Deutschen Schützenbund ausgezahlt hat. Mit der Mannschaft gewann sie zusätzlich noch Silber.

Vor einem Jahr war Birte Ihms bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz bereits Sechste im Einzel und stand im Bronzeteam des Deutschen Schützenbundes. Kein Wunder, dass der DSB sie auch zur Europameisterschaft nach Österreich berief.

Mit guten 387 Ringen erreichte sie den Endkampf der besten acht Frauen und lieferte nach eindrucksvollen 97 Zählern im Finale 484 Zähler wie die Österreicherin Franziska Peer ab. So kam es zum Stechen, das die zahnmedizinische Fachangestellte nach 10:10 im zweiten Anlauf unter großem Beifall mit 10:9 nervenstark gewann.

„Das ist mein bisher größter sportlicher Erfolg. Ich bin überglücklich, dass sich der enorme Trainingsaufwand über Monate gelohnt hat“, sagt die Goldmedaillengewinnerin. 1991 war sie in Kalübbe durch ihre Familie zum Schießsport gekommen. Der Malenter Trainer Ingolf Falkenberg hatte den richtigen Riecher für Allroundtalente und bot ihr und Tim Gruthoff vom SC Kalübbe eine neue Heimat. Weitere Spitzenschützen sammelten sich in Ostholstein und stärkten damit das Armbrust-Team, das im Norddeutschen Raum eine gute Rolle spielt.

Neben Birte Ihms zeigten auch die beiden weiteren Frauen des DSB gute Leistungen. Diana Eyb verpasste als Neunte mit 384, Sandra Tauber als Zehnte mit 383 Ringen knapp das Finale.

Birte Ihms erinnert sich an ihren spannenden Wettstreit: „Nach 97, 95 und 96 Ringen hatte ich eigentlich schon keine guten Voraussetzungen mehr. Ich riss mich aber zusammen und legte 99 Zähler hinzu. Das brachte die 387 und die Aussicht, durch ein gutes Finale mit weiteren zehn Schüssen in die Medaillenränge zu gelangen.“ 97 Ringe standen, wie bei weiteren drei Frauen, auf der großen Anzeigetafel. 484 waren es insgesamt.

„Das dann folgende Stechen gegen Franziska Peer aus dem Gastgeberland war der reine Krimi“, schildert Trainer Ingolf Falkenberg. Bronze gewann mit 482 Ringen die Russin Valentina Protasova. Die deutsche Delegation dankte der Schleswig-Holsteinerin, die mit dazu beigetragen hatte, dass die Nationalmannschaft mit 1154 Ringen hinter den Gastgebern aus Österreich (1156) noch Teamsilber gewinnen konnte. Bronze ging an Frankreich (1151). Erster Kommentar von Landes-Armbrustreferent Werner Walter, selbst Mitglied und aktiver Schütze beim SV Malente: „Ich freue mich für Birte, den Verein und den Norddeutschen Schützenbund riesig.“

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erstellt am 10.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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