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Gartenserie : Biologische Vielfalt auf kleinem Raum

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der sechster Teil der Serie „Bei uns im Garten“ dreht sich um das Thema Biologische Vielfalt.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2013 | 06:03 Uhr

Der Garten ist für viele Menschen Quelle der Erholung und Freude. In einer Serie setzt sich die EZ zusammen mit dem Umweltförderverein und dem Kleingärtnerverein mit den unterschiedlichen Aspekten des Gartenwesens auseinander. Das Thema heute: Biologische Vielfalt auf kleinem Raum.

Ein natürlicher kleiner Garten, in dem nicht alles in Reih und Glied gedeiht, ist nicht nur ein Platz für Blumen und Gemüse, sondern es finden sich auch etliche Tiere ein, die sich hier wohlfühlen. Ein Teich ergänzt noch das Angebot für Frösche, Molche, Kröten, Libellen und andere Tiere.

Wenn der Sommer einmal sehr heiß und trocken ist, verkriechen sich die Kröten in einem Mauseloch, in der Nähe unseres Wasserhahns. Wenn man den Hahn aufdreht, guckt die Kröte aus dem Loch und lässt sich ein paar Tropfen auf den Kopf rieseln.

Auch Hummeln, Wollschweber, Schwebfliegen und weitere Insekten finden in einem Garten mit heimischen Blütenpflanzen viel Nahrung. Sehr beliebt bei Hummeln sind Fingerhut, Beinwell, Lupinen sowie andere Pflanzen. Manchmal verschwinden die pelzigen Tiere ganz in den Blüten und haben nach einiger Zeit gelbe „Hosen“ an vom Blütenstaub.

Mehrere Nistkästen machen es den Vögeln leicht, eine geeignete Wohnung zu finden. Gartenrotschwanz, Blaumeisen sowie Kohlmeisen, Feldsperlinge und Grauschnäpper haben erfolgreich ihre Jungen großgezogen.

Üppige Rankpflanzen wie Kletterhortensie, Wilder Wein, Clematis, sowie der Feuerdorn bieten anderen Vögeln wie Amsel, Heckenbraunelle, Rotkehlchen, Zaunkönig und weiteren Arten Unterschlupf und Nistmöglichkeiten.

Durch Pflanzen, die erst am Abend ihre Blüten öffnen und ihren Duft entfalten, lockt man Nachtfalter und andere Insekten an, die den Fledermäusen als Nahrung dienen. Zu diesen Blumen gehört die Nachtkerze, die ihre leuchtend gelben Blüten erst gegen 18 Uhr öffnet. Das Geißblatt wendet den gleichen Trick mit seinem Duft an, der erst in den Abendstunden die Insekten anlockt.

Schmetterlinge wie Tagpfauenauge, Admiral und Distelfalter lieben Sonne und Blüten von Dost, Blutweiderich, Sommerflieder und vielen anderen Pflanzen. Bereits im zeitigen Frühjahr, bei den ersten Sonnenstrahlen, sieht man auch den wunderschönen Zitronenfalter fliegen.

Käfer, Asseln, Spinnen und auch Raupen und Regenwürmer ergänzen das Nahrungsangebot für die Vögel.

Wenn dann im Sommer noch die Libellen am Teich schlüpfen und durch den Garten fliegen, muss man nur noch einen gemütlichen Platz finden, um alles zu beobachten.

So zeigt unsere kleine Parzelle in der Kolonie Kruse-Steenbeck eine erfreuliche Vielfalt.

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