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Eckernförder Zeitung

13. Dezember 2017 | 08:53 Uhr

Schüleraustausch : Billig und bierselig

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eine Gruppe von 20 Schülern aus dem norwegischen Bergen war eine Woche zu Besuch an der Peter-Ustinov-Schule. Nette Menschen und eine gut ausgerüstete Schule haben sie vorgefunden, aber auch Freunde gewonnen und ihren Horizont erweitert.

von
erstellt am 08.Sep.2013 | 05:38 Uhr

Deutschland ist billig, und die Menschen trinken viel Bier. „Stimmt“, sagt Kristian Halvorsen und sieht damit ein Vorurteil gegenüber den Deutschen bestätigt. Der 14 Jahre alte Gymnasiast aus dem norwegischen Bergen ist seit Sonntag mit 19 Mitschülern zu Gast an der Peter-Ustinov-Schule. Im nächsten Jahr werden 20 Eckernförder Schüler zu einem Gegenbesuch starten.

Der Schüleraustausch wurde im Jahr 2006 von Thore Koch, einem ehemaligen Eckernförder Schüler, der mittlerweile Lehrer in Bergen ist, angestoßen. Seither besuchen sich Schüler aus den 9. Klassen gegenseitig und kommen für jeweils eine Woche bei den Familien ihrer Gastschüler unter. „Sinn des Austauschs ist es, den Horizont zu erweitern“, erklärt Laura Wagner, die als einer von vier Lehrern den Schüleraustausch organisiert. „Außerdem fördert er die Sprachfähigkeit. Zwar lernen die Norweger an der Schule Deutsch, doch die meiste Zeit sprechen die Schüler Englisch untereinander.“

Seit knapp einer Woche sind die Norweger in Deutschland, haben Eckernförde und den Hochseilgarten in Altenhof sowie Hamburg besucht, in Güby Golf gespielt und eine Kanufahrt auf der Schwentine unternommen.

Und was ist ihnen in Deutschland aufgefallen? „Hier werden viel mehr Getränke mit Kohlensäure wie Apfelschorle getrunken und mehr Süßigkeiten gegessen“, sagt Kristian Halvorsen, und sein Mitschüler Christoffer Michaelsen ergänzt: „Die Schule in Eckernförde ist viel schöner als unsere. Sie ist viel besser ausgerüstet, und die Sporthalle ist größer.“ Außerdem seien die Menschen freundlicher.

Unterschiede haben auch Elena Karpa und Leonie Vullgraf (beide 15) von der Peter-Ustinov-Schule festgestellt. Sie waren im vergangenen Schuljahr schon zum Gegenbesuch in Norwegen: „Der Unterricht bei uns ist viel disziplinierter, in Norwegen dagegen wird niemand wegen seiner Kleidung schief angeguckt.“ Außerdem gehen die Norweger sehr viel zu Fuß. „Man läuft praktisch überall hin“, so Elena.

Auch wenn es nur eine Woche, war, so haben sie doch etwas Wichtiges gelernt: „Ich habe Freunde gewonnen“, sagt Leonie. „Und gelernt, dass man sich immer verständigen kann, auch wenn einem gerade die richtigen Vokalbeln nicht einfallen.“

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