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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 23:00 Uhr

Aktiv Region : Bildungsangebote aus der Region

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Aktiv Region Hügelland am Ostseestrand möchte ihre Außerschulischen Lernorte weiter ausbauen / Im August ist eine Messe geplant

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2017 | 08:13 Uhr

Holtsee | „Es geht uns darum, mehr Bildung anzubieten, Soft Skills zu stärken und das in enger Zusammenarbeit mit den Schulen in unserer Region“, erklärt Dieter Kuhn, Regionalmanager der AktivRegion Hügelland am Ostseestrand. In diesem Jahr hatten einige Mitglieder der Aktiv Region, die Außerschulischen Lernorte auf der Grünen Woche präsentiert, was sehr gut angenommen wurde. Jetzt soll mit Hilfe eines Leitfadens ein Konzept erarbeitet werden, das eine dauerhafte Kooperation mit Schulen aus der Region gewährleistet. Einige Mitglieder, die Außerschulische Lernorte anbieten, versammelten sich gestern im Tierpark Gettorf, um für ihr Anliegen zu werben. Die Region umfasst die Ämter Dänischenhagen, Dänischer Wohld, Hüttener Berge, die Gemeinden Altenholz, Altenhof, Goosefeld und Windeby und die Stadt Eckernförde. EU, Bund und das Land Schleswig-Holstein stellen Fördergelder für die Aktiv Region zur Verfügung, um zukunftsweisende Projekte zu entwickeln und die Region nachhaltig zu fördern. Ein Maßnahme soll die Förderung von Bildung sein.

Was auf der Grünen Woche schon gut funktionierte, soll nun auf die Region übertragen werden. „Im letzten Jahr fiel uns auf, dass sehr viele Schulklassen auf der Grünen Woche unterwegs waren und ausgerechnet bei uns in der Schleswig-Holstein Halle hatten wir kein einziges Angebot für Kinder“, erklärt Juliane Rumpf, Vorstandsmitglied der Aktiv Region. Auf dieses Defizit hat die Region direkt reagiert, und in diesem Jahr haben die verschiedenen Aussteller Angebote für Schüler ausgearbeitet, die sehr gut angekommen sind.

Die Grüne Woche, so Rumpf, würde als gute Werbemaßnahme funktionieren, auch in dieser Region. „Darüber sprechen die Leute, wenn man zur Grünen Woche fährt. Das bekommen dann hoffentlich auch Lehrer und Schulleiter mit und interessieren sich für unser Angebot.“

Außerschulisches Lernen, das bedeutet für die Mitglieder der Aktiv Region, eine Brücke zu schlagen zwischen Theorie und Praxis, Tiere und Natur zu erleben und außerhalb der Klassenräume zu lernen. „Wir wollen unsere schöne Natur nutzen, um die Schüler mal runter kommen zu lassen und zu sehen was passiert, wenn man Kinder einfach mal für eine Weile auf eine grüne Wiese setzt“, so Maike Hoffmann von der Globetrotter Lodge in Ascheffel. Die Pädagogin habe schon Erfahrung mit Schulklassen, aber wünsche sich noch mehr und vor allem regelmäßigeren Zulauf aus der Region. Dem stimmen auch Mirja Kämper und Michaela Clausen zu, die für das Schulprojekt auf dem Versuchsgut Lindhof zuständig sind: „Wir arbeiten zwar auch mit Schulen aus der Region, aber wir wollen feste Partnerschaften“, so Kämper. Auf dem Hof könnten die Schüler umweltbewusstes Denken und Handeln lernen und einen Einblick in die Landwirtschaft bekommen, erklärt Clausen. „Die Kinder nehmen Getreideanbau in der Grundschule und in den Weiterführenden Schulen durch, da macht es doch Sinn, wenn sie in diesen Phasen einen landwirtschaftlichen Betrieb besichtigen und mit allen Sinnen lernen.“

Die Käserei Holtsee ist noch ganz neu und möchte sich in Zukunft auch als Außerschulischer Lernort präsentieren. Auf der Grünen Woche war das Angebot der Käserei ausgebucht. „Die Kinder konnten, indem sie Milch in einem kleinen Behältnis schüttelten, ihre eigene Butter herstellen und diese dann auch probieren, so Wiebke Meyer von der Meierreigenossenschaft Holtsee-Ascheberg. Für den Tierpark in Gettorf gehören Schulklassenbesuche zum Tagesgeschäft. Zusätzlich zu dem Erlebnis Tierpark, können die Kinder einen Einblick in den Beruf des Tierpflegers bekommen, was der Tierpark bereits auf der Grünen Woche vorgestellt hat. (wir berichteten)

Die Region hat sich mit anderen Aktiv Regionen zusammengeschlossen, die bereits sehr erfolgreich mit dem Konzept Außerschulische Lernorte arbeiten. So soll das eigene Angebot ausgebaut und beworben werden. „Im August planen wir eine Messe, auf der wir uns den verschiedenen Bildungseinrichtungen vorstellen,“ so Kuhn. Des weiteren plant die Region eine Neuauflage ihrer Karte, auf der alle Mitglieder verzeichnet sind. „Wir möchten alle Interessierten ermutigen, sich unserem Vorhaben anzuschließen“, appelliert Kuhn.

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