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2. Handball-Bundesliga : Bevan Calvert eiskalt von der Linie

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der TSV Altenholz bezwingt die HSG Tarp-Wanderup mit 20:19 in einem unkämpften und spannenden, aber keineswegs hochklassigem Landesderby.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Aufsteiger TSV Altenholz ist in der 2. Handball-Bundesliga zuhause weiter eine Macht. In einem hitzigen aber fairen Landesderby gegen die HSG Tarp-Wanderup siegte die Mannschaft von Trainer Klaus-Dieter Petersen mit 20:19 (9:9) und blieb damit im vierten Heimspiel ungeschlagen. Das entscheidende Tor gelang Bevan Calvert in der Schlusssekunde, als er von der Siebenmeterlinie Torhüter Tim Lübker bezwang. „Für die Zuschauer war es ein tolles Spiel, beide Abwehrreihen haben gut gearbeitet. Im Angriff lief es bei uns nicht so rund“, bilanziert Petersen, der aber ein Sonderlob für Kjell Köpke übrig hatte. „Kjell hat seine Sache hervorragend gemacht, hat drei oder vier Abpraller super geholt.“

Das kurioseste Tor des Spiels sahen die 850 Zuschauer zu Beginn: Nach der 1:0-Führung der HSG parierte der Ex-Altenholzer Tim Lübker zwei Würfe in direkter Abfolge und leitete den sofortigen Gegenstoß ein. Während der Keeper jubelnd zu den zahlreich mitgereisten HSG-Fans abdrehte, hechtete Sebastian Opderbeck beim Abspiel dazwischen und warf den Ball ins verwaiste Tarper Tor.

Viele leichte Fehler und Hektik prägten das Duell in der Folge. Beim 5:3 nach 15 Minuten schienen die Gastgeber ihren Rhythmus so langsam zu finden. Doch die Gäste kamen schnell zurück und ließen ganze acht Minuten kein Gegentor zu – beim 5:7 (23.) hatte das Team von HSG-Coach Christian Voß das Derby gedreht. Doch es blieb knapp. Der 9:9-Halbzeitstand ensprach auch dem Spiel.

Tore sollten die Zuschauer auch in der zweiten Hälfte nur wenige zu sehen bekommen – nach 45 Minuten stand es gerade mal 12:12. In der Deckung agierten beiden Mannschaften äußerst verbissen, die Angriffsreihen kamen nur selten zu schön herausgespielten Aktionen. Eine Ein-Tor-Führung kippte nun hin und her. Nach dem 18:17 hatten die Altenholzer gleich zweimal die Chance, auf zwei Tore davonzuziehen. Doch sowohl Wegner als auch Calvert scheiterten freistehend am überragenden Lübker (58.). Die Quittung folgte prompt: In Unterzahl traf Jessen zum 18:18, doch Calvert bewies trotz Wadenkrampf vom Siebenmeterpunkt Nervenstärke (59.).

Dramatik pur dann in der Schlussminute: Nach Tarper Auszeit schockte Tjark Desler die Altenholzer 13 Sekunden vor dem Ende mit dem 19:19, ehe Calvert in der Schlusssekunde auch beim dritten Siebenmeter im Duell im Lübker die Oberhand behielt und für Altenholzer Jubelstürme sorgte. HSG-Trainer Voß ist enttäuscht: „Das ist echt bitter. Wir haben deutlich stabiler gespielt als zuletzt. Ich habe lange kein Spiel erlebt, das 20:19 endet.“


TSV Altenholz: Hossner (12 Paraden), Weber (n.e.) – Lipp (2 Tore), Calvert (3/3), Drecke, Boldt, Opderbeck (2), Volquardsen, Dahmke (3), Köpke (8), Wegner, Kastening, Firnhaber (1), Starke (1), Abelmann-Brockmann.
Tarp-Wanderup: Lübker (22 Paraden), Mahncke (n.e.) – Oetzmann (1), Jessen (5), Brüne (2), Desler (3), Worm (1), Hinrichsen (4/1), Dibbert, Molsen, Blockus (1), Matthiessen (2).
SR: Kropp/Siebert (Osnabrück).
Zeitstrafen: 5:3. – 7-Meter: 3:1.
Z.: 850.


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