zur Navigation springen

Feuchtes Vergnügen : Besuch von Neptun: Erst Torturen, dann Taufe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Neptuns Taufe beim Wassersportverein Fleckeby. Fünf Täuflinge müssen Aufgaben bewältigen.

Fleckeby | Mit einem Gelöbnis, in dem sie unter anderem versprachen, „bei Begegnung mit dem Hafenmeister, ihn freundlich in den Arm zu nehmen und ihn einmal kräftig zu drücken“, war es vollbracht: Sie waren getauft.

Bis dahin war es ein langer Weg, denn auf Jochen Plock, Rainer Schilke, Kristina Schilling, Henning Dechow und Philipp Zülsdorff warteten beim Brückenfest des Wassersportvereins Fleckeby am Sonnabend einige „Torturen“. Die Täuflinge hatten beispielsweise ein neues Boot bekommen oder die Liegeplatzseite gewechselt, nun stand ihre Taufe an. Neptun, dargestellt von Holger Wrede, war zu Ohren gekommen, dass sie glaubten, würdig zu sein, in ihre Reihen aufgenommen zu werden. „Das sehe ich noch nicht“, sagte Neptun, der sich zusammen mit seiner Frau Thetis, gespielt von Wiebke Asmussen, und seinen Gefolginnen, dargestellt von Anna Freiberg und Felizitas Wrede, auf den Weg gemacht hatte, um die Täuflinge einer Reihe von Prüfungen zu unterziehen.

Nach der Fürsprache der anderen Mitglieder ging es los mit der inneren Reinigung: Ahoj-Brause musste mit einem Schluck Korn heruntergespült werden. Nach dieser prickelnden Erfrischung war Fingerfertigkeit gefragt: Die Täuflinge, die mittlerweile Büßerhemden aus Sackleinen angezogen und Fußfesseln aus Luftballons umgelegt hatten, mussten mit Handschuhen zeigen, dass sie verschiedene Knoten beherrschen, bevor sie zehn Begriffe zum Thema Strand oder zum Thema Meer aufschreiben sollten. Kaum hatten sie diese Aufgabe erfolgreich hinter sich gebracht, ging es auch schon weiter: Sie waren auf einer Insel gestrandet und mussten nur mit dem Inhalt einer Kiste – unter anderem eine Strandmuschel und einem Rohr – beispielsweise eine Unterkunft finden oder Kontakt mit Schiffen oder ähnlichem aufnehmen. Anschließend musste noch nur aus den Sachen, die sie am Körper trugen, eine möglichst lange Rettungsleine gebastelt werden, für die Huldigung der Meeresbewohner Hering in Tomatensoße gegessen werden und für die äußere Reinigung eine Rasur erfolgen – dann konnte die Taufe mit Schleiwasser vollzogen werden.

„Super gut“, gefiel Henning Dechow die Taufe. Es sei originell, dass ein paar alte Traditionen auf humoristische Art weitergeführt würden, sagte er. Zudem sei die Gemeinschaft beim Wassersportverein Fleckeby gut.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert