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Minister-besuch : Besuch bei den „Vordenkern“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Energieminister Dr. Robert Habeck informiert sich im Amt Hüttener Berge. Lob für die Zukunftsstrategie

von
erstellt am 28.Feb.2014 | 07:46 Uhr

Als „Vordenker und Vorarbeiter“ im Land stufte Energiewendeminister Dr. Robert Habeck das Amt Hüttener Berge bei seinem gestrigen Besuch in der Amtsverwaltung in Groß Wittensee ein. Mit ihrer Zukunftsstrategie Daseinsvorsorge für die 16 Gemeinden hätte das Amt eine ausgezeichnete Grundlage für den Umgang mit dem demografischen Wandel geschaffen, lobte der Minister die Bürgermeister und Verwaltungsspitze. Begleitet wurde Habeck von Ministerialrat Hermann-Josef Thoben und Rüdiger Ewald aus der Staatskanzlei.

Amtsdirektor Andreas Betz und Amtsvorsteher Gero Neidlinger berichteten dem Grünen-Minister, wie der so genannte Masterplan in den Gemeinden entstanden ist und wie das Amt sich der Herausforderungen der Zukunft stellen will. Betz erinnerte an die 25 Workshops in den Gemeinden im vergangene Jahr, in denen die Bürger aufgerufen waren, Ideen zu generieren, um in den Dörfern auch in 10, 15 Jahren für Jung und Alt eine Lebensqualität zu gewährleisten.

Die Gemeinsamkeit imponierte Habeck. Ob es denn keine Missgunst unter den Gemeinden gäbe, wollte er wissen. Der Kampf um den Erhalt des eigenen Schulstandorts oder um Bauprojekte würde andererorts das kommunale Klima belasten, sagte er.

„Das Kirchturmdenken gebe es bei uns kaum noch“, erwiderte Amtsdirektor Betz. Man gönne sich Erfolge. Auch Sehestedts Gemeindechefin Rita Koop bestätigte, dass Diskussionen stets sachlich geführt und Beschlüsse einmütig gefasst würden. Übervorteilt habe sich noch niemand gefüllt, so Detlef Kroll (Ahlefeld-Bistensee).

Andreas Betz stellte mit der Sanierung der Seen ein wichtiges Projekt des Amtes vor. Während für den Bistensee und Wittensee als so genannte Vorrangseen Fördermitteln eingeworben werden könnten, erfüllten der Holtsee und Owschlager See dieses Kriterium leider nicht. Habeck wies auf den Europäischen Strukturfonds hin. Eine Förderung darüber sei auch für diese nicht ausgeschlossen. Das Land selber setze vor allem auf die Ausweisung von Gewässerrandstreifen, betonte Habeck. Diese sollten Überdüngung der Gewässer verringern. Doch der Druck aus der Landwirtschaft sei hoch. Es gebe aber bereits Gespräche mit dem Bauernverband.

Für die nächste EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stünde deutlich mehr Geld zur Verfügung als ursprünglich angenommen. „Wir werden Fördermittel insbesondere für die Themen Breitbandversorgung, erneuerbare Energien und Klimaschutz, Bildung im ländlichen Raum, Innovation und Wachstum sowie nachhaltige Daseinsvorsorge zur Verfügung stellen“, sagte Habeck.

Der Tourismus ist als Schwerpunktthema ausgeklammert, stellten die Gastgeber mit Sorge fest. „Tourismus könnte vor allem im Bereich Wachstum und Innovation eine wichtige Rolle spielen“, relativierte der Minister.

Habeck empfahl dem Amt Hüttener Berge auch den Blick auf andere der insgesamt 21 Aktiv-Regionen. Auch dort würden gute Projekte entwickelt werden, die übernommen werden könnten. Vor allem Fernwärmekonzepte hätten große Aussicht auf Erfolg.

Nach dem Aus der Sparkasse in Groß Wittensee erwägt die Gemeinde, das Gebäude zum Bürgertreff für Vereine und Verbände umzufunktionieren. „Gibt es Fördergelder?“ wollte Bürgermeister Jochen Arp wissen. „Der Fördertopf Basisdienstleistungen“, antwortete Habeck. Dieser richtete sich speziell an Bildungsangebote im ländlichen Raum. Liegt ein schlüssiges Konzept vor, könnten hieraus Gelder fließen.

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