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Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 22:30 Uhr

Besuch aus Schmuddelfing

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der Statdthalle wurde es gestern schmutzig, denn die Bielefelder Kammerspiele waren mit den müllfressenden Olchis zu Gast

von
erstellt am 30.Sep.2014 | 12:11 Uhr

Sie sind grün, haben keine Ohren, sondern Hörhörner, eine Knubbelnase, um Schmutz und Abfall zu riechen, Haare wie Draht und starke Zähne zum Müllzerbeißen. Sie sind faul und leben auf der Müllkippe, wo sie sich von Gammelfleich und Fischgräten ernähren. Sie waschen sich nicht und sind deshalb beliebt bei Fliegen – wer sich wäscht, stinkt in ihren Augen zum Himmel. Gemeint sind die Olchis. Die Olchis , das sind Olchi-Papa, Olchi-Mama, ihre zwei Kinder und ihr grummeliger Olchi-Opa aus Schmuddelfing. Sie waren gestern zu Gast in der Stadthalle. Die Kammerpuppenspiele aus Bielefeld touren in diesem Herbst durch Deutschland und gastieren in Eckernförde, um mit ihrem Figurentheater und Live-Musik ihre Kinderfans zu unterhalten.

Schon vor Beginn der Vorstellung sorgten die Olchis unter den Kindern für Gelächter, als sie rülpsend und pupsend durch die Lautsprecher ertönten. Mit ihrem Lied „Fliegenschiss und Olchifurz, das Leben ist doch viel zu kurz“ begann ihr olchiges Abenteuer, das sie mit ihrem Drachen „Feuerstuhl“ in die blauen Berge führte, wo sie feinen Bergmüll zum Fressen suchten. Dort angekommen wurden sie prompt von einem Geist überrascht, der den unangekündigten Besuch in die Flucht zu schlagen versuchte. „Furzt ihn an“, spornte das Publikum die Grünlinge an. Die zögerten nicht lange und verströmen ihren olchigen Duft. Zurück in Schmuddelfing wusste der Bürgermeister der Stadt die schmutzigen Vorlieben der Olchis für sich zu nutzen: Sie sollten als Abfallschlucker die Stadt sauberhalten. „Der Bürgermeister ist gescheit und sorgt bei uns für Sauberkeit“, stimmen die Puppenspieler ein weiteres Lied an. Doch der clevere Plan des Stadtoberhaupts scheitert, denn die Olchis fressen, was ihnen in die Quere kommt – selbst vor Geldscheinen machen sie keinen Halt, und so geht es für die Fresslinge zurück auf ihre Müllkippe.

Den Kindern im Publikum gefiel die Vorstellung. Knapp zwei Stunden durften sie nicht nur „rülpsen“ und „furzen“ so oft sagen wie sie mochten, sondern auch mit Zurufen immer wieder ins Geschehen eingreifen.

„Mal schauen was für Manieren der Kleine nach Hause bringt“, sagt Svenja Lund, die mit ihrem vierjährigen Sohn Jonas im Publikum saß. Für Kinder seien die Olchis ein tolles Puppenspiel mit lustigen Liedern, so die Schleswigerin. Auch die fünfjährige Hanna Reinke aus Eckernförde war begeistert. „Toll“ seien die stinkenden Grünlinge.







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