Feierstunde : Bestens gerüstet für große Aufgaben

Ausgezeichnete Abgänger: Dekan Professor Hartmut Brenneisen, Prodekan Dirk Staack, Markus Schmook vom Förderverein der Fachhochschule Altenholz, Präsident Professor Josef Konrad Rogosch, Innenminister Andreas Breitner und Leitender Polizeidirektor Jürgen Funk (hinten v.l.) mit den sechs besten Absolventen (vorn  v.l.) Andre Lindenau, Jan Friedrich, Tobias Kuhnke, Vanessa Schwarz, Gesa Maaß und Laura Kutz.
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Ausgezeichnete Abgänger: Dekan Professor Hartmut Brenneisen, Prodekan Dirk Staack, Markus Schmook vom Förderverein der Fachhochschule Altenholz, Präsident Professor Josef Konrad Rogosch, Innenminister Andreas Breitner und Leitender Polizeidirektor Jürgen Funk (hinten v.l.) mit den sechs besten Absolventen (vorn v.l.) Andre Lindenau, Jan Friedrich, Tobias Kuhnke, Vanessa Schwarz, Gesa Maaß und Laura Kutz.

72 neue Kommissare in den Dienst der Landespolizei entlassen / Feierstunde mit 600 Gästen im Audimax der Uni Kiel

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04. Juli 2014, 06:00 Uhr

Sie haben für die beste Abschlussquote seit Einführung des Bacherlorstudiengangs vor fünf Jahren gesorgt – 72 Absolventen des Fachbereichs Polizei der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD) in Altenholz wurden gestern vor 600 Gästen im Audimax der Christian-Albrechts-Universität in die gehobene Laufbahn entlassen. Und nicht nur das: Dekan Professor Hartmut Brenneisen bescheinigte den scheidenden Studenten eine Ausbildung auf hohem Niveau.

„Das gemeinsame Ziel ist erreicht“ stellte Brenneisen fest und sprach damit den 42 Beamten der Schutzpolizei, den 28 Vertretern der Kriminalpolizei und den zwei Kräften der Wasserschutzpolizei sicher aus dem Herzen. Brenneisen betonte den gemeinsamen Erfolg und unterstrich, dass sich die Lehrenden als Coach, als Lernberater und als Partner der Studierenden verstünden. Diese seien keinesfalls Störenfriede, die mit ihrer Anwesenheit die Publikations-, Forschungs- und Projekttätigkeiten der Lehrenden beeinträchtigen. Sie dienten nicht als Füllmasse viel zu großer Hörsäle. Vielmehr seien sie der wesentliche Grund für die Existenz der Hochschullehrer. Die Lehrveranstaltungen des Fachbereichs würden für sie konzipiert, hob Brenneisen hervor. Dabei gehe es nicht um die Abarbeitung eines abstrakten Curriculums, sondern um die Ausbildung des Nachwuchses und damit um die Gestaltung der Zukunft des Landes. „Die vermittelten Inhalte sind nicht allein für die nächste Prüfung von Bedeutung, sondern eine wichtige Grundlage für die anspruchsvolle Praxis“, erklärte Brenneisen. Und weiter: „Ich bin sicher, dass wir der Landespolizei heute hervorragend ausgebildete und motivierte junge Damen und Herren übergeben können, die alle erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten für ihre anspruchsvollen Aufgaben mitbringen.“

Diese Verstärkung werde sehnsüchtig im Land erwartet, sagte Innenminister Andreas Breitner. „Es gibt genug zu tun. Da, wo sich andere abwenden, müssen sie hin.“ Die Kommissare seien „unsere Botschafter für eine moderne, zukunftsgerichtete und demokratische Polizei“ und Garanten dafür, „dass die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit im Land gewahrt bleibt“. Um diese beiden Faktoren ging es auch Festredner Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamtes. Das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit habe schon vor Jahrhunderten die Philosophen beschäftigt, sei aber mit Blick auf WikiLeaks, die NSA und die viel diskutierte Vorratsdatenspeicherung hoch aktuell. Freiheit und Sicherheit bedingten einander im freiheitlich demokratischen Rechtsstaat. Die fortschreitende Globalisierung und die Entgrenzung durch das Internet aber führten zu unendlichen Möglichkeiten der Kriminalität. „Eine sichere Identität im Netz ist für mich das zentrale Thema“, machte Ziercke deutlich und forderte einen gesellschaftlichen Diskurs über das gebotene Maß von Privatsphäre, wenn sich die Bürger im Netz bewegen. Die zukünftige Arbeit der Absolventen werde sich auch damit auseinandersetzen. „Sie haben das Rüstzeug, die Entwicklung mitzugestalten“, gab Ziercke den Kommissaren mit auf den Weg und ermutigte sie, gewohnte, bewährte Methoden in Frage zu stellen.

Marion Pezenburg und Jan Friedrich ergriffen das Wort für die Studierenden und gingen in ihrem Rückblick auf die vergangenen drei Jahre zurück an ihren ersten Tag an der FHVD. „Wir haben an diesem Tag so oft von erfahrenen Kollegen gehört, dass sie diesen Beruf immer wieder wählen würden. Und wir hoffen, dass es uns genau so ergehen wird“, sagte Marion Pezenburg.

Den besten Abschluss machte Jan Friedrich gefolgt von Vanessa Schwarz, Gesa Maaß, Tobias Kuhnke, André Lindenau und Laura Kutz. Bei den elf Absolventen des Kontaktstudiums Sicherheitsmanagement schnitt Daniel Heußler als Jahrgangsbester ab. Die Zusammenarbeit mit der privaten Sicherheitswirtschaft sei durch das Studium erneut maßgeblich gefördert worden, hielt Brenneisen für den zweiten Abschlussjahrgang fest. „Auch hier befinden wir uns auf einem guten, einem zielführenden Weg“, so der Dekan.

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