Auftakt-Rennen : Beste Bedingungen fürs Welcome Race

Über Facebook spontan zusammengefunden hatte die Crew der „Extrem Ways“.
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Über Facebook spontan zusammengefunden hatte die Crew der „Extrem Ways“.

Starker Wind fordert Segler aus Kiel auf dem Weg nach Eckernförde / Street-Jazz-Parade an Land mit drei Gruppen

shz.de von
23. Juni 2014, 06:00 Uhr

Die Auftaktveranstaltung der Kieler Woche bildete auch in diesem Jahr das Welcome Race. Über 100 Segler brachen am Sonnabend im Kieler Hafen auf und lieferten sich ein sportliches Rennen bei besten Ausgangsbedingungen. Rund 28 Seemeilen galt es zu bezwingen, bevor sie in den Eckernförder Hafen einliefen.

Zahlreiche Schaulustige bereiteten den ankommenden Seglern einen gebührenden Empfang. Zwar siegte wie erwartet die Attraktion des Wettbewerbs: der 21 Meter lange und 17 Meter breite Trimaran „Musandam-Oman Sail“. Doch auch die anderen Segler waren sehr zufrieden mit ihrer Leistung. Claus Bressler, Eigentümer der Swan 56R „Chrila“, segelte erstmalig mit der aktuellen Elf-Mann-Crew. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellte – belegte das Schiff in diesem Jahr doch Platz 3. „Dies ist ein unerwartet erfreuliches Ergebnis“, kommentierte Bressler. Bereits seit 1977 nehme er an der Kieler Woche teil, an die 30 Mal setzte er die Segel bei diesem Rennen. Natürlich wird er auch im nächsten Jahr beim Welcome Race starten, denn: „Es ist nicht nur sehr schön in Eckernförde, die Regatta bietet einfach alles, und wir haben eines der schnellsten Boote der Ostsee.“

Doch nicht nur viele deutsche Crews waren in Eckernförde vertreten und trugen zu einem wahren Flaggenmeer am Hafen bei. Ein ungewöhnliches Projekt segelte auf der Xp38 „Extreme Ways“. Eigentümer Andrew John Holdsworth besaß zwar das perfekte Boot für den Wettbewerb, nicht aber die vollständige Crew. Kurzentschlossen postete er einen Aufruf auf Facebook und stellte dann eine bunte Mannschaft aus den USA, Dänemark, den Niederlanden, Deutschland und Spanien zusammen. Die neun Männer schienen sich prächtig zu verstehen und genossen den Aufenthalt in Eckernförde. „Die Segelkonditionen waren brillant“, darin war sich die Mannschaft einig. Für Holdsworth hatte sich mit der Teilnahme endlich sein Traum erfüllt.

Claus Köhnlein und Silke Hiebner-Schälke, auf der „Luzifer“ unterwegs, zeigten sich ebenfalls zufrieden mit Wetter und Race. „Wir hatten haushohe Wellen, und es war stürmisch“, so Köhnlein. Hiebner-Schälke ergänzte: „Eigentlich wie immer zur Kieler Woche“. Also beste Segelbedingungen. „Außerdem ist es in Eckernförde schöner, Kiel ist momentan viel zu voll“, so Köhnlein.

Auch in diesem Jahr wurde das Welcome Race, das gleichzeitig den Auftakt zur Internationalen Deutschen Seesegelmeisterschaft IDM darstellt, geschickt mit der Street-Jazz-Parade verbunden. Die drei Gruppen „Stoker Jazz Band“ (Eckernförde), „Patono Jazz Connection“ (Kiel) und „Jazz oder Nie“ (Kappeln) zogen musizierend durch die Innenstadt und animierten zum Stehenbleiben und Mit-Jazzen. Den Zuhörern gefielen die Kurzkonzerte und das große Hafen-Finale, das mit lautem Beifall belohnt wurde.

Trotz des wechselhaften Wetters aus Regen und sonnigen Abschnitten hatten sich am Abend zahlreiche Segler und Besucher erneut am Hafen eingefunden, um dem weiteren Programm beizuwohnen. Für Stimmung sorgte die vierköpfige Top 40 Showband „Countdown“ mit altbekannten Garanten wie „Sweet Home Alabama“ und moderneren Songs wie „Poker Face“ von Lady Gaga. Die Veranstalter hatten für alles gesorgt: ab 21 Uhr wurde als Tagesabschluss live das WM-Spiel Deutschland-Ghana übertragen.





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