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Eckernförder Zeitung

16. August 2017 | 17:50 Uhr

Kultfiguren : Berühmt in sechs Monaten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die neue Stadtführung mit Stine, Kuddel und Fiete ist in nur einem halben Jahr zum Publikumsliebling avanciert. Die Stadtführer sind mittlerweile überall bekannt und gern gesehen. Jetzt fahren sie nach Heidelberg, kurz danach sind sie im NDR zu sehen.

Sie sind schon richtige Kultfiguren: Stine, Fiete und Kuddel. Die beiden Fischer aus alten Zeiten und die Opsteekfru mit dem losen Mundwerk haben sich rasend schnell zu Eckernförder Originalen gemausert. Dabei hatten die drei Stadtführer noch vor einem halben Jahr Bedenken, ob ihre Idee überhaupt angenommen wird.

In Gewändern aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert führen Christel Fries, Werner Pötzsch und Hans Willomitzer seit März dieses Jahres Einheimische und Gäste durch die Altstadt und erzählen auf Plattdeutsch, wie das Leben vor 100 Jahren so war – wie hart die Arbeit und wie karg der Lohn. Gewürzt werden die Erzählungen mit plattdeutschen Döntjes und Hintergrundinformationen zur Entstehung der Bucht und geschichtlichen Besonderheiten der Stadt.

„Die Idee zu der Führung ist Werner Pötzsch und mir in Bierlaune gekommen“, sagt Christel Fries. Und wenn ihr „Fiete“ mal keine Zeit hat, stößt „Kuddel“ alias Hans Willomitzer zu ihr. 14 öffentliche Führungen in sechs Monaten haben die drei absolviert, hinzu kommen separate Führungen für geschlossene Gruppen. Weitere Anfragen liegen vor, „mittlerweile sind wir Kultfiguren geworden“, sagt Christel Fries. Sogar Autogrammkarten hat sie sich angeschafft, „weil ich einfach zu oft danach gefragt werde“.

Ihre Touren beginnen immer an der Holzbrücke am Hafen. Dort versetzen sie die Teilnehmer in die Zeit, als noch 300 Fischer in Eckernförde ihrem Tagewerk nachgingen und der letzte Stadtbauer noch seine Schweine durch die Altstadt trieb. Interessante Geschichten und Döntjes wechseln sich ab auf dem Weg durch die Fischerstraßen, am Strand entlang und über den Hafen zurück. Am Ende landen sie immer in der im Entstehen befindlichen Museumsräucherei, wo es noch ein paar geräucherte Sprotten und einen Küstennebel gibt.

Nicht nur bei allen Hafenfesten wurden Stine und ihre Männer gebucht, auch auf der Internationalen Gartenschau in Hamburg haben sie Eckernförde vertreten. Und in wenigen Tagen reisen sie nach Heidelberg, wo sie Eckernförde auf einem Weinfest gebührend vertreten werden. Im Handwagen: 20 Kisten Sprotten und genügend Küstennebel.

Gestern war auch das NDR-Fernsehen in Eckernförde, um die drei Originale zu filmen. Fünf Stunden lang waren sie unterwegs – am Hafen, in der Altstadt und auch im „Höhnerpuff“, dem Jever-Stübchen, wo sich noch mehr Eckernförder einfanden, um ein paar Döntjes vor laufender Kamera zum Besten zu geben. Das Ergebnis wird am 18. Oktober um 16.10 Uhr in der Sendung „Mein Nachmittag“ mit Moderator Yared Dibaba zu sehen sein. Dann werden die Opsteekfru und ihre Fischer auch vor laufender Kamera ihr Lieblingsgericht kochen: Stines Pannfisch ut Eckernför. Und wer weiß – vielleicht erreicht auch er irgendwann Kultstatus.

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erstellt am 08.Okt.2013 | 05:42 Uhr

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