Heiße Maschinen auf zwei Rädern : Benzingeruch liegt in der Luft

34 Teams aus ganz Schleswig-Holstein und Hamburg beim 10. Lindauer Mofa-Rennen in Revensdorf.
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34 Teams aus ganz Schleswig-Holstein und Hamburg beim 10. Lindauer Mofa-Rennen in Revensdorf.

34 Team gehen beim 10. Lindauer Mofa- und Mokick-Rennen Revensdorf an den Start

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18. Mai 2015, 06:03 Uhr

Gettorf | Motoren dröhnen und knattern, Benzinwolken hängen in der Luft, trotz des leichten Regens säumen hunderte Zuschauer die Rundstrecke: 34 Teams aus ganz Schleswig-Holstein und sogar aus Hamburg kämpften am Sonnabend beim zehnten Lindauer Mofa- und Mokick-Rennen auf der Koppel am Sander Weg in Revensdorf um die begehrten, selbstgebauten Pokale. Für die Teams bedeutete das, in drei Stunden und drei Runden im Le Mans-Stil so viele Runden wie möglich zu fahren. „Das Wetter ist doch in Ordnung“, meinte Rüdiger Hein von der veranstaltenden MFG (Motorradfahrgemeinschaft) Geiler Keiler aus Lindau. „Es ist ja kein Regen, nur ein bisschen auffrischende Feuchtigkeit.“ Es sei sogar von Vorteil, dass es nicht so staubt. Obwohl Feuchtigkeit das Rennen auch schwieriger mache, weil die Strecke rutschiger wird. Ohnehin mussten die Fahrer diesmal mehr arbeiten, weil die Strecke mit mehr Kurven anspruchsvoller gesteckt war.

Eine weitere Herausforderung: Etwa eine Stunde vor Schluss kam die rote Flagge. Dann wurde anders herum gefahren. Schade fand Rüdiger Hein, dass in diesem Jahr nur zwei Mädels mit dabei waren. Mareike Hein vom Hein Racing Team aus Revensdorf und Sonja Lüthje vom Team Rostbeschleuniger aus Revensdorf. Ambitionen auf einen der vorderen Plätze zeigte das Team Mofa-Jungs de Luxe aus Lunden in Dithmarschen mit den jungen Fahrern Ludwig Lemke und Marten Kühl sowie Vater und Mechaniker Holger Kühl. Für mehr Leistung haben sie in ihre Hercules XE 9 einen Motor aus einer Hercules Ultra 50 mit etwa 9 PS eingebaut. Es ist bereits ihr fünftes oder sechstes Rennen in Revensdorf. „Es läuft gut bisher“, sagte Ludwig Lemke nach einem Fahrerwechsel. „Es macht Spaß. Die Maschine bringt gute Leistung. Für diesen Rundkurs genau das Richtige.“ Vor drei Jahren erreichten sie den vierten Platz, vor zwei Jahren den dritten Platz, im vergangenen Jahr mit Problemen nur den 14. Platz. „Dieses Jahr wollen wir uns unbedingt wieder steigern“, betonte Mechaniker Holger Kühl.

Zum ersten Mal startete das Team Raketen Schröder aus Osdorf und Revensdorf mit den Fahrern Lukas Kühl, Alexander John und Lennard Much sowie Vater Carsten Much als Mechaniker. „Die Jungs wollten einfach mal mitmachen“, verriet Carsten Much. Also habe sie an ihrer alte Simson Baujahr `95 mit 3,5 PS ein bisschen herum geschraubt und die Übersetzung kleiner gemacht. „Es kommt hier ja mehr auf Kraft an als auf die Endgeschwindigkeit“, erklärte Carsten Much. „Unser Ziel ist, nicht so oft stehen zu bleiben und bis zum Schluss durchzuhalten. Momentan sieht es ja gut aus.“

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