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Angelprojekt : Beim Angeln spielt das Handicap keine Rolle

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Angelgruppe von Eckernförder Werkstadtt und Kompass 98 war mit dem Fischkutter Simone auf Tour – ein Erlebnis, das sonst nur Menschen ohne Behinderung machen.

Der Fischereischein, den im April 26 Beschäftigte mit Handicap der Eckernförder Werkstatt, von Kompass 98 und Hof Saelde gemacht haben – er wird genutzt. Gestern ist eine 23-köpfige Gruppe mit dem Angelkutter Simone von Claus Lutz auf die Ostsee gefahren, um Dorschen, Schollen und Heringen nachzustellen. Nach sechs Stunden Fahrt kam die Gruppe glücklich wieder nach Eckernförde. Ihr gingen Dorsche, Köhler, Plattfische, Makrelen und Heringe an den Haken.

Es war die bislang vierte Fahrt, die eine so große Gruppe auf der Ostsee unternommen hat: Zweimal hatte sie der Angelsportverein „Gut Fang“ Eckernförde eingeladen, um mit den Booten der Mitglieder herauszufahren, und einmal hat sie die Louisenlunder Stiftung mit ihrem 17 Meter langen Kutter mitgenommen.

Das Angelprojekt ist ein Erfolg: „Ich glaube, dass es für viele ein Jugendtraum ist, allein angeln zu dürfen“, sagt Betreuer Thies Meeves, der das Projekt in Angriff genommen hat. „Sie erleben, dass sie etwas können, was sonst nur Menschen ohne Behinderung machen dürfen.“ Mittlerweile gibt es mehrere Nachfragen von weiteren Beschäftigten, die demnächst in bestehende Kurse integriert werden sollen. Viele von ihnen sind öfters zum Angeln an Seen und an der Mole. „Aber wir fangen hundertmal mehr, wenn wir vom Boot aus angeln. Der größte Traum ist deshalb ein eigenes Boot für die Gruppe.“

Deshalb die Idee von Stefan Michelsen, der auch im April seinen Angelschein gemacht hat, mit der Simone rauszufahren. Er hat eine Jahreskarte für den Kutter und ist begeisterter Meeresangler. Fischer Claus Lutz war sofort bereit, der Gruppe mit dem Preis soweit entgegenzukommen, dass nur die Spritkosten abgedeckt sind. Nachdem es losging, kam Claus Lutz anfangs etwas ins Schwitzen: Die Fische wollten nicht so wie er. Und statt zehn Stunden wie sonst hatte die Gruppe nur sechs Stunden Zeit. Doch vor Bülk wurde er fündig, und jeder Angler ging mit selbst gefangenen Fischen nach Hause. Den größten, einen Dorsch, hat Jörg Reichle gefangen. Er misst etwa 60 Zentimeter.

 

> Angeltouren mit der Simone auf Anfrage: Tel. 04352/2187 oder 0171/ 209 65 27, www.hochseeangeln-eckernfoerde.de

 

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erstellt am 22.Okt.2014 | 06:16 Uhr

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