Beifallsstürme nach Musical-Gala

Das große Musical-Finale in der Stadthalle mit einem begeisterten Publikum auf dem „Highway to Hell“. Sänger und Musiker gaben noch einmal alles. Fotos: Baruschke
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Das große Musical-Finale in der Stadthalle mit einem begeisterten Publikum auf dem „Highway to Hell“. Sänger und Musiker gaben noch einmal alles. Fotos: Baruschke

Vom „Phantom der Oper“ bis „Highway to Hell“ – Axel Törbers Musical-Show endet nach über drei Stunden mit furiosem Finale

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19. März 2018, 06:40 Uhr

Dass sich die anstehenden Sanierungsarbeiten in der Stadthalle lohnen, bewies das Eckernförder Publikum mit seiner Begeisterung am Freitagabend. Eine Musical-Show vom Feinsten gipfelte in wahren Beifallstürmen, Trampeln, Rufen und lautstarkem Applaus. Die Künstler hatten sich diese Belohnung verdient – immerhin boten sie den Zuschauern fast dreieinhalb Stunden Hit auf Hit aus den gefragtesten Musicals und steigerten ihren Gesang noch durch atemberaubende Tanzeinlagen.

Begleitet von der Band des Veranstalters und Produzenten Axel Törber holten die fünf Sängerinnen und Sänger die Broadway-Musicals nach Eckernförde. Törber hatte vor 25 Jahren nicht nur die Idee zu dieser Show, er moderierte auch souverän und sympathisch durch den Abend, kündigte die Hits an und gab eine kurze Einführung in die Geschichte der jeweiligen Musicals. So erfuhren die Zuschauer, dass manche Musicals förmlich „um einen Hit herum“ geschrieben wurden, beispielsweise bei „Mamma Mia“, „Saturday Night Fever“ oder auch „We Will Rock you“.

Fünf international erfolgreiche Bühnenstars brillierten an dem Abend nicht nur stimmlich, sondern boten den Zuschauern in der Stadthalle ein wahres Entertainment-Gesamtpaket. Ob nun Alexandra Gentzen mit „Ich gehör nur mir“ aus dem ersten deutschsprachigen Musical „Elisabeth“, Sascha Lien als Patrick Swayze mit „She’s Like The Wind“ aus dem ewigen Spielfim „Dirty Dancing“, Simon Tunkin als Drag Queen aus dem gerade in Hamburg angelaufenen Musical „Kinky Boots“, Corie Townsend mit der unvergesslichen und gänsehauterzeugenden „Unchained Melody“ oder Tracy Plester als Shark-Girl aus der West Side Story – alle überzeugten mit bewundernswerter Vielseitigkeit. Die Akteure hatten keinerlei Berührungsängste und sangen immer wieder auch mal zwischen den Zuschauerreihen. Der Abend wurde durch bekannte Musicalhits aus den Walt-Disney-Trickfilmen musikalisch erweitert - Tarzan, der König der Löwen und die Schöne und das Biest wechselten sich auf der Bühne ab.

Nach der Pause erlebte das Publikum nach einem ABBA-Medley schließlich den Hit, der das Genre für alle Generationen erlebbar machte: Mit dem „Phantom der Oper“ setzte der Siegeszug des Musicals an den deutschen Bühnen ein. Noch heute steht das „Phantom“, das vor 32 Jahren erstmals in London uraufgeführt wurde, dort weiterhin und mit großem Erfolg auf dem Spielplan. Mit dem Musical „Hinterm Horizont“ und einem als Udo-Lindenberg-Double überzeugenden Sascha Lien sowie den größten Hits aus „We Will Rock You“, das an den unverwechselbaren Freddy Mercury und die Rockband „Queen“ erinnert, wurde das große Finale eingeleitet. Alle in der Stadthalle sangen lauthals mit, als die Company auf dem „Highway To Hell“ unterwegs war und Simon Tunkin als Udo Jürgens im weißen Bademantel auf die Bühne kam. Einstimmig war das Publikum singend „... noch niemals in New York“ – und danach nicht mehr zu bremsen. Wie bei einem Rockkonzert standen viele vorn am Bühnenrand, es wurde getanzt, gesungen, geklatscht und gejohlt. Eine Stimmung, wie sie von 1000 Leuten produziert werden könnte und nicht nur von den tatsächlich etwa 200 anwesenden Zuschauern. Das nächste Mal, wenn die Musical Night nach Eckernförde kommt, können es gern mindestens doppelt so viele sein.



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