Beifall für beide Seiten

von
09. September 2014, 19:03 Uhr

Gelebte Demokratie – anders ist das, was da am Montagabend im Rahmen der Bau- und Umweltausschusssitzung der Gemeinde Dänischenhagen passierte, nicht zu nennen. Da hat eine Fraktion eine Idee in Sachen Haushaltskonsolidierung, die Dänischenhagens Finanzen ohne Zweifel dringend benötigen. Die Idee entwickelt sich zu einem vortragsfreien Antrag, der von der Sache her auch nicht zu beanstanden ist. Ein Generationenspielplatz – hört sich gut, hört sich modern an. Und passt in unsere heutige Zeit, in der wirklich alles von oben herab geregelt werden muss. Selbst das Freizeitverhalten von uns Bürgern. Und dann die Aktion, auf diese Weise durch den Verkauf der freigewordenen Spielplatzfläche noch finanziellen Gewinn zu machen und die Gemeindekasse aufzubessern, ist schon sehr gut durchdacht. Aber leider nicht zu Ende und leider an den Bürgern vorbei. Denn die haben ein ganz anderes Interesse als ihre Kommunalvertreter. Die brauchen keine geregelte Freizeitgestaltung, sie benötigen keinen Grillplatz oder gar eine Bühne für Aufführungen. Sie haben ihren Platz auf dem Spielplatz im Ostring bereits schon lange gefunden, wo sich Jung und Alt frei begegnen können. Die Bürger im Ostring haben durch ihr Engagement bewiesen, dass sich Einsatz sehr wohl lohnt. Die Vertreter der WIR-Fraktion haben durch die Rücknahme ihres Antrages gezeigt, dass Politik kein Selbstzweck ist und sie sich an den Bedürfnissen des Bürgers orientieren sollte. Das verdient Anerkennung, denn das ist beileibe nicht immer so. Von den Bürgern ist es wünschenswert, dass sie sich nicht nur dann für ihre Gemeinde interessieren, wenn es um eigene Belange gilt. Denn Demokratie muss gelebt werden.

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