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Gymnasium Altenholz : Begrüßung mit Fisch und Fässchen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Cornelia Hörsting hat am 1. Februar die Nachfolge von Dr. Peter Wenners als Schulleiterin am Gymnasium Altenholz angetreten.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 06:06 Uhr

Altenholz | Nach ihrer Pensionierung wollte Cornelia Hörsting vom hessischen Nidda ans Meer ziehen; durch die Pensionierung von Peter Wenners als Schulleiter des Gymnasiums Altenholz und die dadurch freiwerdende Stelle, wurde der Plan vorgezogen (wir berichteten). Am Meer war sie bislang wenig, was aber hauptsächlich am „Schietwetter“ lag, gab Cornelia Hörsting zu. Im Gegensatz zum Wetter wurde sie allerdings von den Kollegen, den Schülern und auch der Gemeinde herzlich aufgenommen, wie sie betonte.

Das setzte sich am Montag in einer Feierstunde anlässlich der offiziellen Amtseinführung fort. Mit Bill Contis „Gonna fly now“, der Musik aus dem Film „Rocky“, gestaltete die Big Band des Gymnasiums unter Leitung von Christian Schuh den Auftakt. Neben dem Kollegium und Schulleitern benachbarter Schulen waren auch Bürgermeister Carlo Ehrich, Dr. Kai Niemann vom Bildungsministerium, Kreispräsident Lutz Clefsen, Bürgervorsteher Wolfgang Weiß und weitere Vertreter der Gemeinde sowie Pastor Dirk Große anwesend. „Ihr Vorgänger hat zweifellos große Spuren hinterlassen, das werden Sie spüren“, stellte Carlo Ehrich schmunzelnd fest, der, wie er sagte, aus Erfahrung spricht. War doch sein Amtsvorgänger Horst Striebich 18 Jahre Bürgermeister und ebenso wie Peter Wenners sehr beliebt. Er sei sich aber sicher, dass Cornelia Hörsting nicht versuchen werde, Wenners zu kopieren, sondern ihren eigenen Stil etablieren wird, so der Bürgermeister, der darauf hinwies, dass tolle Schüler und ein tolles Kollegium auf die neue Schulleiterin warten. Im Hinblick darauf, dass Hörsting auf den Rollstuhl angewiesen ist, sagte Ehrich, dass dies allen die Augen öffnet und alle lernen können, was Inklusion bedeute.

Kai Niemann sagte, dass man sich freue, mit Cornelia Hörsting eine kompetente Schulleiterin mit Erfahrung gefunden zu haben, auch wenn es, wie er humorvoll hinzufügte, ein recht ungünstiger Zeitpunkt sei. „Sie haben sich ganz schön was aufgehalst“, meinte Niemann angesichts dessen, dass gerade jetzt ein Doppeljahrgang durchs Abitur gebracht werden müsse. Und da im Süden der Republik die Schleswig-Holsteiner oft als „Fischköppe“ bezeichnet werden, hatte Niemann auch eine Dose Sprotten und den bekannten Kiel-Fisch in Schokoausführung im Gepäck. Und während Carlo Ehrich Claudia Hörsting einen Blumenstrauß und – falls mal dringend eine Auszeit nötig sein sollte – ein „Bitte nicht stören“-Schild für die Bürotür überreichte, gab es vom Kollegium in Anlehnung an den grünen Kaktus, den Peter Wenners stets neuen Schülern übergeben hatte, ein Fässchen mit grüner Tinte.

Cornelia Hörsting dankte für den herzlichen Empfang und erläuterte kurz, wie sie sich ihre Arbeit vorstelle und worauf es ihr ankommt. Sie sehe, so die 57-Jährige, den Schulleiter in der Rolle eines Dirigenten, dessen Aufgabe es unter anderem ist, das Orchester zusammenzuhalten und die Musiker zu fordern, zu fördern und zu motivieren – wobei das Orchester sowohl das Kollegium als auch die Schülerschaft oder die Schule als Ganzes sein kann. „Ich möchte mich engagieren und versuchen, die „Musiker“ mitzunehmen“, so Hörsting. Und weiter: „Die Schule ist gut aufgestellt und es geht darum, den guten Weg weiter zu gehen“. Im Gespräch sagte sie, dass sie die Schule nicht „umkrempeln“ will, aber sich Schule natürlich ständig weiterentwickeln und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen muss. Den Satz von Carlo Ehrich „Uns allen liegt das Gymnasium sehr am Herzen“, wird Cornelia Hörsting mit Sicherheit unterstreichen.

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