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Tafel in Not : „Bedürftigkeit, da schaut man auch gerne mal drüber hinweg“

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der letzte Benefizflohmarkt in der Bergstraße war der Gettorfer Tafel gewidmet – 105 Euro kamen zusammen. Weitere 162 Euro wurden direkt bei der Hilfseinrichtung unter dem Dach der Diakonie gespendet. Ein Anfang.

Hallenflohmarkt für den guten Zweck und Tag der offenen Tür bei der Tafel: Den Straßenflohmarkt in Gettorf am Sonntag nutzen viele Besucher für einen Abstecher in die Räumlichkeiten in der Bergstraße 16. Dort richtete Hannelore Struve wieder ihren beliebten Hallenflohmarkt aus, und die Tafel, die es im November drei Jahre in Gettorf gibt, stellte sich vor, schenkte Kaffee und Kuchen aus und warb um Spenden.

Insgesamt 268,57 Euro kamen so für die Gettorfer Tafel, Ableger der Eckernförder Tafel unter dem Dach der Diakonie Rendsburg-Eckernförde, zusammen. 162,91 Euro hatte man selbst gesammelt, 105,66 Euro überreichte Hannelore Struve an Spendenerlös aus dem Flohmarkt. „Das ist doch ganz ordentlich“, meint Barbara Neusüß, die bei der Tafel in Gettorf die Fäden zusammen hält. Beim Flohmarkt gingen Bücher, Bekleidung, Geschirr, Dekorations- und Bastelartikel über die selbst aufgebauten Ladentische. Die Kinder verkauften ausrangiertes Spielzeug. „So viel war noch nie los“, staunte Hannelore Struve, die den Flohmarkt in bewährter Manier organisierte. In der Hoffnung, dass sich das bei den Verkäufern auch auf den Umsatz auswirkt. Denn alle zehn Verkäufer hatten zugesagt, von ihrem Erlös für die Tafel zu spenden. Zudem konnten die Flohmarktbesucher an einem extra Tisch gegen eine Spende für die Tafel Bücher erwerben. Denn die Gettorfer Tafel ist in finanzieller Not.

Rund 5000 Euro im Jahr fallen an Fixkosten etwa für Räumlichkeiten, Strom, Heizung und Fahrdienste an. „Und wir brauchen natürlich auch Lebensmittel“, betonte Barbara Neusüß. Mit dem Tag der offenen Tür wollen sie noch mehr in die Öffentlichkeit. „Wir wollen zeigen, was wir hier machen. Denn wem es gut geht, der denkt nicht daran.“ Generell sei das Interesse an der Tafel nicht sehr groß in der Bevölkerung, stellt sie immer wieder fest. „Bedürftigkeit, da schaut man auch gerne mal drüber hinweg.“ 60 Bedarfsgemeinschaften sind gemeldet, die berechtigt sind, bei der Tafel in Gettorf Lebensmittel zu holen. 30 bis 40 davon kommen regelmäßig. Damit versorgt die Tafel wöchentlich etwa 100 Personen. Eine davon ist Britta Pugar aus Gettorf, die zum Tag der offenen Tür mit ihrem achtjährigen Sohn auf einen Kaffee vorbeischaute. „Ich bin sehr froh, dass es die Tafel in Gettorf gibt“, sagte sie. „Ich komme jeden Freitag.“ Am Anfang sei es ihr noch unangenehm gewesen, erzählte sie. „Aber allein erziehend mit zwei Kindern, da reicht das Geld oft nicht.“

Die Ausgabestelle der Tafel in Gettorf in der Bergstraße ist jeden Freitag von 10 bis 11 Uhr geöffnet.

 


>Wer Geld für die Gettorfer Tafel spenden möchte, überweist einen Betrag auf das Konto Nr 11990640, Bankleitzahl 21092023. Stichwort: Gettorfer Tafel.



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erstellt am 17.Sep.2013 | 06:53 Uhr

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