Cavern Beatles : Beatlemania in der Stadthalle

Perfekte Show auch als Sgt Peppers lonely Hearts Club Band.
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Perfekte Show auch als Sgt Peppers lonely Hearts Club Band.

Band aus Liverpool bringt Besucher der Stadthalle mit handgemachter Musik in Wallung

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19. Januar 2015, 06:00 Uhr

Eckernförde | Ihre Musik hat Geschichte geschrieben. Hits wie „She Loves You“ oder „A Hard Days Night“ ließen Fans vor der Bühne ohnmächtig werden, Titel wie „Yesterday“ wurden unzählige Male auch von anderen gesungen. Einen Zeitsprung zurück in die Jahre, als die Pilzkopffrisur in aller Munde war und und Minikleider mit dem Konterfei der legendären vier Liverpooler versehen waren, gab es am Freitag in der Stadthalle beim Auftritt der authentischsten Coverband überhaupt – den „Cavern Beatles“.

Schon mehrfach gastierte die Band aus Liverpool in der Fördestadt, brachte von Anfang an die Besucher der Stadthalle mit handgemachter Musik in Wallung, sorgte mit Titeln wie „Please please me“ oder „Get Back“ dafür, dass es am Ende keinen mehr auf seinen Sitzen hielt. Sieht man die einzelnen Musiker, ist es offensichtlich wen sie darstellen – sieht man alle zusammen auf der Bühne wird die Ähnlichkeit zum Original verblüffend. Perfekt adaptierte Gestik und Körpersprache der legendären Pilzköpfe, Paul Tudhope (John), Chris O’Neill (Paul), Rick Alan (George) und Simon Ramsden (Ringo) haben die Band, die in den 60ern die „Beatlemania“ auslöste, bis in alle Einzelheiten studiert. Minimalistischer Bühnenaufbau, Röhrenverstärker und zum Teil original Instrumente aus den 60er Jahren trugen ein Übriges dazu bei, dass Songs wie „Penny Lane“, „Rollover Beethoven“ oder „I Want to Hold Your Hand“ authentisch herüber kamen.

Authentisch auch der Stimmfall bei den Ansagen, so glich Tudhopes Stimme der von Lennon perfekt, als er vor „Twist and Shout” den legendären Ausspruch: „For those of you in the cheap seats I’d like ya to clap your hands to this one; the rest of you can just rattle your jewelry!“ (die auf den billigen Plätzen dürfen klatschen, der Rest klimpert einfach mit seinen Juwelen) wiederholte.

„Wenn ich die sehe, denke ich, ich bin 18“, gestand Regina Baumgart. Aufgewachsen im „Tal der Ahnungslosen“ in der ehemaligen DDR, hörte die heute 62-Jährige die Musik immer heimlich auf Mittelwelle. Tanzte das Publikum bei „You’ve Got to Hide Your Love Away“ nach Aufforderung durch die Band noch mit, hätte man eine Nadel fallen hören können, als Chris O’Neill (Paul) zum Klang seiner akustischen Gitarre mit perfektem Tonfall von Paul McCartney das legendäre „Yesterday“ sang und dafür anhaltenden Applaus erhielt.

Viel zu schnell gingen für die mehr als 400 vorwiegend älteren Besucher der Stadthalle die zwei Stunden „Beatlesgeschichte“ vorüber, die vor der Pause den live Bühnenauftritten der Fab Four gewidmet war und danach mit der Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band sowie Titeln aus dem „White Album“ und „Abbey Road“ weiterging. „Ich mag die Beatles und finde die Musik lässig“ gestand Hannah Braun (15), Auf die Frage nach einem Lieblingstitel fiel ihr dazu spontan „She Loves You“ ein.

Am Ende hielt es die Fans bei der Zugabe nicht mehr auf den Sitzen, und zum Ausklang von „Hey Jude“ wurde so manches Feuerzeug oder leuchtendes Handy über dem Kopf geschwenkt.


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