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Markenzeichen für Borby : Baustelle Wasserturm: Neuer Aussichtspunkt für Borby

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der 1936 gebaute und schon lange außer Dienst genommene Borbyer Wasserturm wird saniert. Die Stadtwerke investieren rund 70 000 Euro. Nach der Fertigstellung Ende Juli sollen Besuchergruppen die Aussicht genießen können.

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erstellt am 10.Mai.2014 | 06:48 Uhr

Der alte Borbyer Wasserturm zwischen Bürgermeister-Heldman-Straße und Bystedtredder spielt für die Wasserversorgung der Borbyer schon seit den 1970er Jahren keine Rolle mehr. Aber er ist ein Wahrzeichen des Stadtteils, der die Häuser der Umgebung weit überragt. Vom Dachgeschoss, der höchsten Erhebung von ganz Borby, hat man einen Rundumblick bis zur Ostsee, der vor allem eines zeigt: Borby ist ein ausgesprochen grüner Stadtteil.

Der rund 17 Meter hohe Turm auf dem umzäunten und abgeriegelten Grundstück besteht aus zweiwandigem Beton. Ins Dachgeschoss führt eine etwa 80 Zentimeter breite Wendeltreppe. Der Turm ist komplett eingerüstet. Die Stadtwerke haben sich nach den Orkanschäden vom 28. Oktober 2013 („Christian“) nicht nur für eine Neueindeckung des Daches, sondern gleich für eine große Sanierung entschieden. „Wir mussten ohnehin einrüsten, da lag es nahe, gleich Nägel mit Köpfen zu machen“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Steffens. Das durch den Orkan weitgehend abgedeckte Dach wird mit sogenannten Mönch-Nonnen-Ziegeln komplett neu eingedeckt und in Mörtel fest mit dem Dachstuhl verbunden, der die 78 Jahre schadlos überstanden hat. Erneuert werden der Treppenaufgang zur Turmtür, der Turm bekommt einen neuen hellen Anstrich und es werden 13 neue, größere Fenster eingebaut, die viel Licht ins Innere bringen sollen. Auch die alte Turmspitze – ein großer Fisch – wird wieder aufgesetzt.

Rund 70 000 Euro lassen sich die Stadtwerke die Turmerneuerung kosten. Die Sanierung, die am 15. Mai mit der Dacheindeckung beginnt und voraussichtlich bis Ende Juli abgeschlossen ist, soll nicht nur das Gebäude langfristig sichern, sondern dient auch dem Ziel, den Turm teilweise öffentlich zugänglich zu machen. Steffens denkt an geführte Besichtigungen interessierter Gruppen und auch an die Einbindung in Stadtführungen. Eine generelle Öffnung ist aber nicht vorgesehen, sagt der Stadtwerke-Chef. Der bauliche und personelle Aufwand dafür wäre zu groß, außerdem sei die Zuwegung nur über einen schmalen, unbefestigten Gehweg durch GWU-Gebäuden hindurch möglich.

Nicht im Sanierungsplan von Mitarbeiterin Marion Huber enthalten ist die Herrichtung der einstigen Versammlungsstätte der Hitlerjugend im Erdgeschoss des Wasserturms, die später auch für die Tierhaltung genutzt worden war. Dafür wird der alte Wasserturm zu einem neuen Quartier für die eleganten Mauersegler: Die Stadtwerke bringen im Zuge der Sanierung fünf Nistkästen an.

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