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Eckernförder Zeitung

17. Oktober 2017 | 06:48 Uhr

Bauruine : Bauruine beunruhigt Anwohner

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Gebäude in der Dorfstraße 53 ist abrissreif. Einige Anwohner sehen gravierende Sicherheitsmängel in der Bauruine. Kreis und Eigentümer sind da anderer Meinung.

von
erstellt am 22.Mai.2014 | 07:24 Uhr

Schön anzusehen ist das unbewohnte Gebäude nicht, das da am Ende der Ascheffeler Dorfstraße steht. Nachdem vor einigen Jahren ein Baum auf das Dach stürzte, hat sich der Zustand des landwirtschaftlichen Gebäudes Jahr für Jahr verschlechtert. Einige Anwohner der angrenzenden Straße Sesklint haben Angst vor Gesundheitsschäden, denn immer wieder würden sich Eternitplatten vom Dach lösen und Asbestfasern freisetzen. In einem anonymen Schreiben an den Kreis Rendsburg-Eckernförde, das unserer Zeitung vorliegt , fordern sie die Verwaltung auf, tätig zu werden.

Wie die Leiterin der Kreisbauaufsicht, Britta Siefken, auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung mitteilte, habe es durch Mitarbeiter des Kreisbauamtes seit 2012 mehrere Ortsbesichtigungen gegeben. Der Besitzer des Grundstückes sei aufgefordert worden, das Gebäude unzugänglich zu machen. Türen und Fenster müssten verschlossen, das Gelände eingezäunt und der Güllebehälter abgesichert werden, damit vor allem Kinder nicht in Versuchung kämen, in der Ruine zu spielen. „Der Eigentümer hat dann auch reagiert“, sagt Britta Siefken. Im Oktober 2013 und zuletzt, nach dem Schreiben der Anwohner, im März 2014, sei erneut kontrolliert worden. „Im Moment sehen wir keinen weiteren Handlungsbedarf“, so Siefken. Einen Grund für eine Abrissverfügung gebe es nicht. Sollte es dennoch Sicherheitsbedenken geben, wünsche sie sich, dass sich die besorgten Bürger bei ihr melden, dann aber bitte mit Namen, „damit wir auch miteinander sprechen können“, betonte sie.

Der Bauausschuss der Gemeinde hat sich in dieser Wochen ebensfall mit dem Gebäude in der Dorfstraße 53 befasst. Wie Bürgermeister Günther Petersen der EZ mitteilt, werde man jetzt das Ordnungsamt des Amtes Hüttener Berge informieren. Der Besitzer solle weitere Schritte unternehmen, damit die öffentliche Sicherheit durch den Zustand des Gebäudes nicht gefährdet wird.

Der Eigentümer kann die Sorgen von Bürger und Gemeinde nicht nachvollziehen. Er beruft sich auf die Ortstermine der Bauaufsicht, die auch keinen weiteren Grund zur Beanstandung sahen. „Alles im grünen Bereich“, sagt er unserer Zeitung. Von dem eingestürzten Dach gehe keine Gefahr aus: „Nach den letzten Herbststürmen flog in den Neubaugebieten mehr umher als hier.“ Ein Großteil des Daches sei Blech, Asbest kaum noch vorhanden. Dennoch: langfristig sei der Abriss des Gebäudes geplant.


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